Studie: Die Berücksichtigung männerspezifischer Belange durch die gesetzlichen Krankenkassen
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06.11.2006
Quelle: Manndat
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Nur sehr wenige Krankenkassen interessieren sich ausdrücklich für männerspezifische Gesundheitsbelange bzw. für männliches Vorsorgeverhalten, oder bieten gar konkrete Maßnahmen dazu an. Insgesamt zeigt sich daran das geringe Interesse des deutschen Gesundheitswesens an der Männergesundheit.
Es gibt jedoch auch positive Beispiele, die erkennen lassen, dass noch viel Potenzial vorhanden ist. Bei den gesetzlichen Krankenkassen gibt es diesbezüglich keine Unterschiede zwischen großen und kleinen Krankenkassen. Bei den großen wie bei den kleinen gibt es gute und schlechte Versicherer.
Erfreulich ist, dass einige Krankenkassen Männer in der Krebsfrüherkennung besser behandeln als es die Politik zulassen möchte. Laut Gesetz darf Männern eine Hautkrebsfrüherkennung erst 15 Jahre später bezahlt werden als Frauen. Einige der Kassen nehmen jedoch das Antidiskriminierungsgesetz ernst und gewähren fortschrittliche Hautkrebsfrüherkennungsmethoden Männern und Frauen gleichermaßen.
In der Prostatakrebsfrüherkennung sind fast alle Krankenkassen noch auf dem Stand von 1971 verblieben und zahlen nur die Tastuntersuchung. Hier wird das Desinteresse der Politik am Thema Männergesundheit offensichtlich.
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