Verbraucherzentrale kritisiert Gesundheitsreform
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06.11.2006
Quelle: vzbv
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Wenige Tage vor Beginn der Bundestagsanhörungen hat der Verbraucherzentrale Bundesverband den Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform kritisiert. "Schon der Titel des Gesetzes "zur Stärkung des Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung" ist irreführend," sagte Vorstand Prof. Edda Müller. "Unter den Kassen wird es gerade nicht mehr, sondern weniger Wettbewerb geben."
Auch das eigentliche Ziel der Gesundheitsreform - die Senkung der Lohnnebenkosten - werde ins Gegenteil verkehrt. Auch bei der Arztwahl befürchtet der vzbv eine Einschränkung des Wettbewerbs. So sollen die Krankenkassen mehr Spielräume erhalten, Einzelverträge mit Ärzten oder Krankenhäusern abzuschließen. Damit werden die Versicherten künftig zwischen verschiedenen Versorgungsangeboten ihrer Kassen wählen können. Gleichzeitig wird im Rahmen solcher Verträge jedoch die Arztwahl auf diejenigen Ärzte eingeschränkt, mit der die jeweilige Krankenkasse einen Vertrag abgeschlossen hat.
Der erhöhte Kostendruck der Kassen könne jedoch dazu führen, dass der Wettbewerb nicht zu besserer Versorgung, sondern nur zu billigeren Preisen führe, fürchtet der vzbv. "Versicherten, die wählen können, wollen auch wissen, welche Qualität ihnen von ihrer Kasse angeboten wird," sagte die vzbv-Chefin. Das ließe sich nur erreichen, wenn die neuen Versorgungsangebote einem transparenten Qualitätsvergleich unterzögen würden.
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