| Montag, 06. Oktober 2008 |
Weniger als 2 Prozent der Deutschen Solarien entsprechen der Zertifizierung des Bundesamtes für Strahlenschutz. Wird die 10 Prozentmarke nicht erreicht, folgt 2007 eine gesetzliche Regelung. Experte Claudius Fabig: Es gibt heute schon sieben Regeln, die Sie beachten können, um ein sicheres Solarium auszuwählen.
„Der Deutsche Markt für Solarien schrumpft wegen hauseigener Probleme“, zu diesem Schluss kam Claudius Fabig, Geschäftsführer TCB, am 25. November 2006 im Theater am Kurfürstendamm in Berlin. Zusammen mit Dr. med. Norbert Schmid-Keiner, Vorstand des Berufsverbandes Photomed e.V., hatte der Experte eingeladen und mehr als 1.000 Fachleute und Interessierte kamen zu seinem Vortrag. Darunter die Vertreter aller großen Sonnenbankenhersteller.
„Ein Hauptproblem ist das Engagement der Solarienbetreiber. Dass weniger als 2 Prozent aller Solarien in den vergangenen zweieinhalb Jahren zertifiziert wurden, zeigt das allgemeine Desinteresse am Kunden.“ So sieht Claudius Fabig, der in den vergangenen Jahren bereits bis zu 60.000 Teilnehmer geschult hat, den schlechten Ruf vieler Solarien gerechtfertigt. „Der Kunde wird sich selbstüberlassen. Er folgt deshalb dem Motto: Viel hilft viel! Und fügt seiner Gesundheit irreparable Schäden zu.“
Dabei gibt es nach Claudius Fabig und Dr. med. Schmid-Keiner sieben einfache Regeln, die helfen das richtige Solarium zu finden und so seine Gesundheit zu schützen. „Höchstes Kriterium ist und bleibt aber die Zertifizierung des Bundesamtes für Strahlenschutz.“ Da aber die freiwillige Regelung keine Früchte getragen hat, rechnet Claudius Fabig 2007 mit einer gesetzlichen Regelung.
7 Regeln das richtige Solarium zu finden
Regel 1: Den größten Schutz bietet die Zertifizierung des Bundesamtes für Strahlenschutz. Doch lediglich 80 Solarien in ganz Deutschland können diese derzeitig vorweisen.
Regel 2: Ein weiteres Zeichen für Sorgfalt sind die Zeugnisse der Akademie für Besonnung, ein deutschlandweit anerkanntes Fortbildungsinstitut.
Regel 3: Besuchen Sie das erste Mal ein Solarium, ist eine Hauttypenberatung zwingend notwendig. Wir Ihnen diese nicht automatisch angeboten, verzichten Sie lieber gleich auf das geplante Sonnenbad.
Regel 4: Beim Betreten des Solariums sollte Ihnen sofort eine Schutzbrille angeboten werden. Wird diese nur ausgelegt oder gar nicht erwähnt, entscheiden Sie sich lieber für ein anderes Solarium.
Regel 5: Auch Stammkunden sollten des Öfteren die Frage beantworten müssen, ob sie gerade Medikamente einnehmen. Denn UV-Strahlung und Medikamente passen nur selten zusammen. Wird die Frage nicht gestellt, gehen Sie lieber.
Regel 6: Beobachten Sie ob die Servicekraft bei der Desinfektion der Liege sich 1-2 Minuten Zeit lässt. Viele Desinfektionsmittel benötigen diese Zeit, um zu wirken. Wird einfach nur eingesprüht und sofort abgewischt, liegen Sie meist auf dem Bakterien des Vorgängers.
Regel 7: Bestehen Sie auf eine kosmetische Beratung, um Ihre Haut zu schützen. Die Aussage: „Man solle nach dem Sonnenbad nicht sofort Duschen.“ ist falsch. Es gibt aber zahlreiche sehr gute Pflegemittel, die Ihre Haut vor übermäßiger Beanspruchung schützen.
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