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In der Studie wird die Nachfrage nach Krankenhausleistungen durch die fallzahlbezogene behandelte Morbidität nach Krankheitsarten dargestellt. Neben Änderungen der Bevölkerungszahl und -struktur, der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen, des Finanzierungs- bzw. Vergütungssystems sind es vor allem auch Veränderungen in der Morbidität, die die Nachfrage nach Krankenhausleistungen im unterschiedlichen Umfang beeinflussen.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Fallzahlen im Analysezeitraum moderat steigen werden. Unabhängig davon sind diagnose- und altersbezogen erhebliche Veränderungen zu erwarten. Die Krankenhäuser müssen sich auf die mit der Alterung der Patienten verbundenen zusätzlichen Herausforderungen einstellen. Der Anstieg der älteren Patienten und die abnehmende Krankenhaushäufigkeit jüngerer Patienten durch ambulante Behandlungsmöglichkeiten führen zu einer Zunahme der durchschnittlichen Fallschwere und Fallkosten.
Es kann nicht festgestellt werden, dass die medizinisch-technischen Innovationen im Bereich der Verbrauchsgüter, einen überproportionalen Kostenanstieg in den Krankenhäusern ausgelöst haben, da der prozentuale Anstieg des medizinischen Bedarfs je Patient in etwa dem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts je Einwohner entsprach. Medizinisch-technische Innovationen werden im Gesundheitswesen weiterhin für ein Wachstum sorgen, das in etwa in Höhe der Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts liegt. Auch für den medizinischen Bedarf wird entsprechend ein Kostenanstieg erwartet.
Für die Krankenhäuser besteht ein zunehmend größeres Problem in der Finanzierung des medizinischen und medizin-technischen Fortschrittes. Ursächlich dafür ist die starre Anbindung der Krankenhausbudgets an die Veränderung der Grundlohnsumme. Die Grundlohnorientierung der Vergütung der stationären Krankenhausleistungen behindert die Umsetzung innovativer Behandlungsmöglichkeiten. Die erwarteten Kostenzuwächse beim medizinischen Bedarf der Krankenhäuser sind nicht durch Einsparungen in anderen Bereichen zu kompensieren. Von daher sind zur Finanzierung des medizinischen Fortschritts zusätzliche finanzielle Mittel erforderlich.
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