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"Ich bin zu dick." Dieser Satz ist für Frauen und Mädchen oft der Anfang einer langen "Diätkarriere", die in einer Magersucht enden kann. Magersüchtige wollen immer dünner werden. Sie nehmen sich selbst nicht mehr richtig wahr: Selbst wenn sie normal oder schon viel zu dünn sind, empfinden sie sich noch als zu dick.
Oft hungern sie solange, bis sie ein Gewicht erreicht haben, das lebensgefährlich ist. Auch an Bulimie Erkrankte haben große Angst davor zuzunehmen. Sie halten strenge Diäten und verzichten auf kalorienreiche Speisen. Sich etwas zu verbieten, auf das man eigentlich große Lust hat, ist allerdings tückisch. Es kann dazu führen, dass man Heißhunger darauf bekommt. Ess-/Brechsüchtige bekommen regelrechte Fress-Attacken.
Um nicht zuzunehmen, stecken sie sich anschließend den Finger in den Hals und erbrechen sich. Ähnlich wie Brechsüchtige leiden auch Esssüchtige unter Fress-Attacken. Sie übergeben sich aber anschließend nicht. Sie nehmen immer weiter zu und leiden schließlich unter starkem Übergewicht. Esssüchtige essen nicht aus Hunger, sondern aus Langeweile, Frust aber auch Freude.
Sie haben dieses Verhalten oft schon als kleine Kinder gelernt. Wurden mit Schokolade getröstet oder für gutes Verhalten belohnt. Für alle Ess-Störungen gilt: Der Weg zurück zu einem normalen Gewicht ist oft sehr schwer. Wichtig ist, zu erkennen, dass es sich um eine Ess-Störung handelt und die Betroffenen professionelle Hilfe brauchen.
Der Körperkult, den krankhaft dünne Modells und untergewichtige Playmates mit Silikonbrüsten zelebrieren, fordert zu viele Opfer. Essstörungen sind oft die Folge einer hohen Außenreizabhängigkeit, in den Medien sind praktisch nur superdünne, meist krankhaft untergewichtige Menschen erfolgreich. Männer müssen scheinbar einen Waschbrettbauch haben und Frauen sind in den Medien cellulite-, und bauchfrei, haben aber große Brüste.
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