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Die Gehälter von Krankenhaus-Managern sind im vergangenen Jahr um nur 1,7 Prozent gestiegen sind. Derzeit verdient der Geschäftsführer eines Krankenhauses durchschnittlich 132.000 Euro.
Die Spanne reicht dabei, je nach Größe des Hauses, von unter 100.000 Euro bis über 200.000 Euro. Die Bezüge der Chefärzte liegen mit durchschnittlich 274.000 Euro deutlich über den Einkommen der nicht-ärztlichen Führungskräfte. Chefärzte erhalten in etwa das durchschnittliche Gehalt eines Geschäftsführers in der Privatwirtschaft.
Frauen unterrespräsentiert und in der Regel schlechter bezahlt
Frauen sind auch unter den Führungskräften der 148 teilnehmenden Krankenhäuser deutlich unterrepräsentiert. Von insgesamt 1.628 Positionen sind lediglich 273 Positionen von Frauen besetzt. Dies entspricht einem Anteil von 19 Prozent.
Allerdings sind mit diesem Wert die beruflichen Chancen der Frauen in Krankenhäusern immer noch besser als in anderen Branchen, wo der Anteil weiblicher Führungskräfte neun Prozent beträgt. Eine Ausnahme bildet die Pflegedienstleitung in Krankenhäusern: Diese Position wird in 67 Prozent aller Fälle von Frauen wahrgenommen. Während ein männlicher Geschäftsführer eines Krankenhauses durchschnittlich 136.000 Euro verdient, erreicht seine Kollegin ein Jahreseinkommen von 102.000 Euro.
Mehr Geld im Westen
Merklich unterschiedlich fallen die Gehälter nach wie vor im Ost-West-Vergleich aus: Während ein Chefarzt der Chirurgie in Westdeutschland durchschnittlich 306.000 Euro verdienen kann, erhält sein Kollege in Ostdeutschland 141.000 Euro Jahresgesamtgehalt. Führungskräfte, die aus den alten Bundesländern zu einem Wechsel in die neuen Länder bewegt werden, erhalten jedoch vergleichbare Einkommen. Tendenziell lässt sich feststellen, dass die Gehälter in den neuen Bundesländern stärker ansteigen, so dass sich mittelfristig die Gehaltsunterschiede zwischen Ost und West verringern.
Im Trend: Variable Vergütung
Erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile haben in Wirtschaftsunternehmen seit langem eine große Bedeutung: mehr als 90 Prozent aller Geschäftsführer in Industrie und Handel erhalten einen Teil ihres Jahreseinkommens in erfolgsabhängiger Form, wobei der variable Anteil im Schnitt bei 28 Prozent der Gesamtbezüge liegt. Hingegen haben in Krankenhausbetrieben leistungsabhängige, variable Zusatzvergütungen bei weitem nicht die Bedeutung wie in Wirtschaftsunternehmen. Hier erhalten 60 Prozent der Geschäftsführer und 52 Prozent der Verwaltungsdirektoren einen variablen, erfolgsbasierten Einkommensanteil. „Im Zusammenhang mit der neuen Wettbewerbssituation kommt der variablen Vergütung in Krankenhäusern eine immer stärkere Bedeutung zu. Die Verbindung von individueller Leistungsfähigkeit und Erfolg der Krankenhausbetriebe mit der Vergütung der Führungskräfte steigert die Identifikation der Führungskräfte mit ihrem Krankenhaus und honoriert besondere Leistungen“, sagt Näser.
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