Samstag, 11. Oktober 2008
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Gesundheitsinvestitionen bringen hohe Renditen für Unternehmen

05.02.2007 Quelle: PricewaterhouseCoopers   

Bislang haben sich die Gesundheitssysteme nicht ausreichend auf diese Entwicklung eingestellt. Im Jahr 2004 lag der Anteil der Präventionsausgaben an den gesamten Gesundheitsausgaben der OECD-Staaten lediglich bei drei Prozent. Auf der anderen Seite sind die volkswirtschaftlichen Kosten, die durch chronische Erkrankungen entstehen, enorm. Kaufkraftbereinigt verlieren bis 2015 allein China schätzungsweise 550 Milliarden, Russland rund 300 Milliarden und Indien über 200 Milliarden US-Dollar durch Behandlungsaufwendungen, Arbeitsausfall und andere krankheitsbedingte Belastungen.

Prävention zahlt sich für Unternehmen aus

Auf Unternehmensebene verursachen chronische Krankheiten nicht nur Kosten durch Fehlzeiten, sondern auch durch die dauerhafte Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmern am Arbeitsplatz. Zusammen genommen belaufen sich die Ausfallkosten auf schätzungsweise zwei Prozent der gesamten Personalausgaben. Doch macht sich die Gesundheitsprävention am Arbeitsplatz über die Senkung des Krankenstands hinaus bezahlt. "Je stärker das Engagement eines Unternehmens für die Gesundheit seiner Mitarbeiter ist, desto attraktiver wird es als Arbeitgeber", betont Schmidt.

Das gilt insbesondere in Ländern, in denen es keine oder zumindest keine ausreichende staatliche Gesundheitsversorgung gibt. So nannten in einer PwC-Umfrage 90 Prozent der US-Unternehmen die Kostensenkung als wichtiges Ziel der Gesundheitsprävention, fast 70 Prozent gaben aber auch eine höhere Mitarbeiterbindung und -motivation als Beweggründe an. "Doch angesichts der akuten Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland ist absehbar, dass Unternehmen auch hierzulande künftig mehr Verantwortung für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter übernehmen müssen als bisher", erwartet Schmidt.

Mitarbeiter müssen mitmachen

Den meisten multinationalen Unternehmen ist das Problem chronischer Erkrankungen bewusst. Der PwC-Studie zufolge veröffentlichten 15 der 20 weltweit größten Konzerne im vergangenen Jahr einen Corporate Responsibilty Report, von denen 14 die Verbesserung der Gesundheit ihrer Mitarbeiter explizit als Ziel nannten. Allerdings bringen Präventionsangebote wenig, wenn die Mitarbeiter sie nicht annehmen. In einigen der untersuchten Unternehmen beteiligten sich weniger als zehn Prozent der Belegschaft an Vorsorgemaßnahmen und Gesundheitsprogrammen, in anderen über 70 Prozent. Als wesentliche Erfolgsfaktoren identifiziert die Studie eine gezielte, umfassende und dauerhaft angelegte Informationskampagne, eine feste Verankerung der Gesundheitsprävention in der Unternehmenskultur und nicht zuletzt eine aktive Beteiligung des Managements an Vorsorge- und Fitnessprogrammen.

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