| Donnerstag, 04. Dezember 2008 |
Gesundheitspolitik
Deutscher Bundesrat stimmt der Gesundheitsreform 2007 zu
Am 16.02.2007 stimmte der Bundesrat für das Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-WSG). Die neue Gesundheitsversicherung tritt im Wesentlichen am 1.4.2007 in Kraft.
Die jetzt beschlossenen Reformen im Gesundheitswesen verändern das Gesundheitssystem. Dieser Beitrag zeigt die wichtigsten Eckpunkte auf und spiegelt die Diskussion wieder.
Die wichtigsten Eckpunkte der Reform aus Sicht des BMG
Stimmen zur Gesundheitsreform:
BPI: Achterbahnfahrt beendet – Fragen offen
„Mit seiner heutigen Entscheidung setzte der Bundesrat einen Schlusspunkt im Gewürge um ein Gesetz, das Fragen nach der Zukunftsfähigkeit unseres Gesundheitswesens nicht beantwortet, sondern in unverantwortungsvoller Weise weiter verschleppt. Die große Koalition hat damit vor allem ihr selbst gestecktes Ziel einer nachhaltigen Finanzierung nicht erreicht“, erklärte Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI), zur heute im Bundesrat beschlossenen Gesundheitsreform (GKV-WSG).
Die Regierung sei offenbar nicht bereit, den Versicherten größere Spielräume für „wirklich eigenverantwortungsvolles Handeln“ einzuräumen. Deshalb müssten sich die Patienten und Versicherten bereits in naher Zukunft angesichts der ungelösten strukturellen Probleme im Gesundheitswesen und der „politischen Mutlosigkeit“ auf weitere Regulierungen und Maßnahmen zur Kostendämpfung gefasst machen, so Fahrenkamp.
Positiv sei, dass diese Gesundheitsreform dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) neue Standards für Bewertungen von Arzneimitteln vorgebe. Das IQWiG habe sich nun nach anerkannten internationalen Standards der evidenzbasierten Medizin und der Gesundheitsökonomie zu richten. Mit den neuen Gesetzesformulierungen stelle der Gesetzgeber endlich die notwendige Verfahrenstransparenz und die Beteiligung von Patientenvertretern und Sachverständigen der Arzneimittelhersteller sicher. Damit werde einer seit Gründung des IQWiG bestehenden BPI-Forderung endlich Rechnung getragen, sagte der BPI-Hauptgeschäftsführer. Der BPI werde sich weiterhin konstruktiv an der Diskussion beteiligen und stehe für eine engere Zusammenarbeit gerne zur Verfügung.
DKG zum Beschluss des Bundesrates zur Gesundheitsreform
„Die Verabschiedung der Gesundheitsreform in der Länderkammer kann nur der vorläufige Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens sein. Notwendig ist jetzt eine sachliche Machbarkeits- und Folgenabschätzung, bei der gesetzliche Korrekturen nicht ausgeschlossen sein dürfen. Zu bedauern ist, dass mit dieser Reform das deutsche Gesundheitswesen den wenig bewährten zentralistisch gelenkten, verstaatlichten Systemen ein Stück näher gebracht wurde. Es ist zu bezweifeln, dass das Wesen der Selbstverwaltung – der faire Interessensausgleich der Beteiligten – in dieser zunehmend politisierten Ausrichtung noch erhalten bleibt.
![]() | Acai & Goji-Beere - Das neue Wundermittel der Stars aus USA von Dr. Eduardo da Silva |
![]() | Die Goji-Beere - ein erstaunliches Natur-Phänomen von Hartmut Schulz |
![]() | Teilhabe am Erwerbsleben zentrale Herausforderung für älter werdende Gesellschaf... von kitzi |
![]() | Die Goji-Beere - ein erstaunliches Natur-Phänomen von Claudia Mende |
![]() | Die Goji-Beere - ein erstaunliches Natur-Phänomen von Hartmut Schulz |
| Berlins exklusivstes Gesundheitszentrum am Kurfürstendamm eröffnet | Versorgungsmanagement - Pharmaindustrie und Kassen sind zu gemeinsamem Handeln aufgefordert | Pflege: Neues Verfahren zur Entwicklung von Expertenstandards | Kritik: Gemeinsame Anhörung von Liberalen und Grünen zum Gesundheitsfonds | Steigende Rohstoff- und Energiepreise verteuern Krankenhaus- und Pflegebetten | Deutsche Krankenhausgesellschaft: Fonds stoppen + Kliniken lassen sich nicht abspeisen |