| Freitag, 25. Juli 2008 |
Gesundheitspolitik
Deutscher Bundesrat stimmt der Gesundheitsreform 2007 zu Gesetzlich- und tarifbedingte Kosten- und Ausgabensteigerungen: - 1,5 Milliarden Euro (TVöD-Umstellung, neue und erwartete Tariferhöhungen für Klinikärzte) - 1,3 Milliarden Euro (erwartete Mehrkosten durch Änderung Arbeitszeitgesetz) - 500 Millionen Euro (gesetzliche Vorgaben, Abschaffung AiP, Pflegeausbildung, DRG- Systemkosten) - 500 Millionen Euro (Mehrwertsteuererhöhung ab 2007) - 1 Milliarde Euro (durch gesetzliche Auflagen wie Naturalrabattverbot, steigende Anforderungen an Qualitätssicherung, sicherheitstechnische Auflagen)
Investitionsstau: - 50 Milliarden Euro Investitionsstau wegen ausbleibender gesetzlich vorgesehener Investitionsfinanzierung durch Bundesländer Gesetzlich begrenzte maximale B U D G E T S T E I G E R U N G der Krankenhäuser: - für 2007: 0,28 Prozent der Krankenhausbudgets WEST; 1,05 Prozent OST
Der VFA zur den Auswirkungen der Gesundheitsreform
"Die Gesundheitsreform hat den Stresstest in der Praxis noch vor sich und ich bin mir sicher, dass so mancher Theoretiker Ueberraschungen erleben wird. Allein fuer innovative Arzneimittel sieht das Gesetz drei neue Regulierungsinstrumente vor, zu denen viele Umsetzungsfragen noch offen sind: Die Kosten-Nutzen-Bewertung, Erstattungshoechstbetraege und die Zweitmeinung." "Geboten scheint mir der gesetzgeberische Aktionismus gerade bei den patentgeschuetzten Arzneimitteln nicht, denn von einem Euro der Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung gehen nur 3,9 Cent an patentgeschuetzte Innovationen. Der Marktanteil der Innovationen, die in den letzten 5 Jahren in Deutschland neu eingefuehrt wurden, lag bei gerade einmal 5,1 Prozent und damit bedeutend geringer als in vergleichbaren europaeischen Nachbarstaaten wie Spanien, Frankreich oder Oesterreich", so Cornelia Yzer, Hauptgeschaeftsfuehrerin des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) weiter.
Weitere Informationen wie:
Finden Sie im Internet unter: www.die-gesundheitsreform.de
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