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Der neue Vorsitzende der Geschäftsführung von Vivantes, Joachim Bovelet, will die Stellung des Klinikkonzerns als einer der führenden Gesundheitsdienstleister in Berlin weiter ausbauen.
Um die Konsolidierung des Unternehmens konsequent fortsetzen zu können, seien allerdings verlässliche politische Vorgaben notwendig, wie Bovelet im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin erklärte: „Die Gesundheitsreform bietet – trotz der finanziellen Belastungen für die Krankenhäuser – die Chance, inno-vative Versorgungsangebote für wachstumsorientierte Strategien auszubauen.“
Sektorenübergreifende Versorgungsverbünde seien zukunftsweisend. Als Beispiel nannte Bovelet, dass Vivantes bedarforientierte Kooperationen mit Partnern aus dem ambu-lanten Sektor anstrebe. Außerdem wolle der größte kommunale Krankenhauskonzern Deutschlands die neuen Gestaltungsspielräume der Wahltarifmöglichkeiten künftig nutzen.
Oberstes Ziel sei es, die Gesundheitsversorgung in der Hauptstadt dauerhaft zu sichern. „Die Bedürfnisse der Patienten haben für uns Priorität“, betonte der neue Vivantes-Chef.
Am 01. Februar 2007 hat Joachim Bovelet sein Amt als Nachfolger von Holger Strehlau-Schwoll angetreten. Mitte Januar hatte der Vivantes-Aufsichtsrat den Juristen zum neuen Vorsitzenden des größten kommunalen Krankenhausunternehmens in Deutschland gewählt.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates von Vivantes, Dr. Hartmann Kleiner, erklärte zu der Wahl: „Einstimmig hat der Aufsichtsrat sich für Herrn Bovelet als neuen Vivantes-Chef entschieden. Nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrung in der Leitung von großen Krankenhausunternehmen ist der Aufsichtsrat sich sicher, dass er dem Unternehmen die richtigen Impulse für die nächsten Jahre geben wird.“
Zuvor war Bovelet Geschäftsführer der Akutkliniken der Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH und Sprecher der Geschäftsführung. Der 50-jährige ist insgesamt seit rund 20 Jahren im Krankenhausmanagement tätig.
Eine Stärkung der Position im regionalen Gesundheitsmarkt erwartet die Senatorin für Gesundheit, Verbraucherschutz und Umwelt, Katrin Lompscher, unter der Führung von Bovelet: "Mit Herrn Bovelet hat Vivantes eine überaus kompetente neue Führungsspitze gewonnen.
Für die sichere und umfassende Gesundheitsversorgung in Berlin ist Vivantes als landeseigenes Unternehmen bereits heute ein tragender Pfeiler – und als solcher nicht wegzudenken. Diese Stellung gilt es künftig zu stärken. Dabei ist es wichtig, die Qualität der medizinischen Versorgung beizubehalten und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit im Blick zu haben.“
Dr. Thilo Sarrazin, Senator für Finanzen, formulierte seine Erwartungen an den neuen Vivantes-Chef wie folgt: „Die gute Wettbewerbsfähigkeit von Vivantes sollte unter der neuen Geschäftsführung gestärkt werden. Seit dem Zusammenschluss der städtischen Krankenhäuser zu einem Konzern in Landeshand vor sechs Jahren ist das Unternehmen wirtschaftlich auf einem guten Kurs – als eines der wenigen öffentlichen Krankenhausunternehmen in Deutschland wird Vivantes aller Voraussicht nach auch in diesem Jahr schwarze Zahlen schreiben. Das ist eine gute Basis für die neue Geschäftsführung, um den wirtschaftlich erfolgreichen Kurs auch unter den Vorzeichen der geplanten Gesundheitsreform fortzusetzen.“
Die Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH hat nach drei Quartalen 2006 ein positives Ergebnis von 4,2 Millionen Euro (Vorjahr: 3,0 Millionen Euro) erwirtschaftet. Die Geschäfts-führung erwartet, für das Jahr 2006 insgesamt ein gutes Ergebnis verkünden zu können – das wäre dann das dritte Jahr in Folge, in dem der Berliner Krankenhauskonzern seine Bi-lanz mit einem Plus abschließt.
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