| Freitag, 21. November 2008 |
Die Ausgaben für Gesundheit machen mit mehr als 230 Milliarden Euro fast elf Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts aus. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass 20 bis 40 Prozent der Kosten durch eine optimierte Datenerfassung, Informationsverarbeitung und Kommunikation eingespart werden könnten.
„Allein die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte wird dem Gesundheitssystem Einsparungen in Milliardenhöhe bringen und die Versorgung jedes einzelnen Patienten verbessern“, sagte BITKOM-Präsident Willi Berchtold bei der Vorstellung der Studie des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien. Gleichzeitig steht das Gesundheitssystem wegen des demografischen Wandels unter einem starken Druck, seine Effizienz zu steigern.
„Der Einsatz moderner ITK-Technologien im Gesundheitswesen ist ein Muss“, sagte Berchtold. Im Jahr 2006 haben Ärzte, Krankenhäuser, Apotheker und Kassen 3,7 Milliarden Euro für ITK-Produkte und Dienste ausgegeben. In den Folgejahren steigt der Umsatz der Studie zufolge um jährlich 4 Prozent auf 4 Milliarden Euro im Jahr 2008.
Laut Studie steigen die ITK-Ausgaben im Gesundheitswesen in der Finanzwirtschaft und im Automobilbau in den Jahren 2007 und 2008 um jeweils rund 4 Prozent. Bei einer anhaltend positiven Entwicklung der Anwenderbranchen und unter der Voraussetzung günstiger politischer Rahmenbedingungen kann der ITK-Markt in Deutschland bis zum Jahr 2010 laut BITKOM-Studie um jährlich 3 Prozent auf 164 Milliarden Euro wachsen.
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