| Donnerstag, 04. Dezember 2008 |
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Der Umgang mit dem Schatten Licht und Dunkel sind 2 Seiten der Medaille und gehören zusammen. Das eine kann ohne das andere nicht sein und beide Kräfte sind in uns vorhanden. Wer dies nicht anerkennt, entzieht sich 50 % seiner eigenen Kraft. Mit dem Licht haben die wenigstens Probleme, anders sieht es da schon mit der Dunkelheit aus. Wir fliehen vor ihr und verdrängen unsere dunklen Seiten, unseren Schatten.
Der Schatten: Die Bezeichnung „Schatten“ wurde vom bekannten Psychiater und Tiefenpsychologen Carl Gustav Jung geprägt. Der Schatten repräsentiert unverarbeitete, verdrängte und dunkle Seiten in uns. Je mehr wir diesen Schattenanteil in uns verleugnen, umso mächtiger drängt diese Energie ins Bewusstsein. Der Schatten steht für die negativen, sozial unerwünschten und daher unterdrückten Züge einer Persönlichkeit, der ins Unterbewusste abgeschoben wird. Seine Entwicklung beginnt bereits in den ersten Lebensjahren durch die Anforderungen, Erwartungen, Ge- und Verbote, die nur einen Teil der Persönlichkeit zur Entfaltung kommen lassen.
In Märchen, Sagen, Mythen und Erzählungen tritt der Archetypus des Schattens häufig als Feind, Rivale, Widersacher, Dämon, Schlange, etc. auf. Von dieser Figur geht etwas Bedrohliches oder Furchterregendes aus. So findet Schneewittchen in der bösen Stiefmutter ihren verdrängten Schatten. In Hänsel und Gretel symbolisiert die Hexe das Verdrängte und Dunkle. In unserer Schöpfungsgeschichte von Adam und Eva symbolisiert die Schlange den Schattenanteil. Die Schlange wird vielfach mit Sexualität assoziiert, ein Bereich, der ja in der christlichen Kultur eine ganz besondere Schattenthematik darstellt. Woran erkennt man den Schatten? Der Schatten enthält all jene Energien, Aspekte und Eigenschaften, die wir an uns nicht mögen.
Alles, was wir nicht nach außen zeigen wollen, dessen wir uns schämen und das uns das Gefühl gibt, mit uns stimme etwas nicht. In uns leben a l l e negativen Eigenschaften - von A(ngst) bis Z(orn) – die wir uns aber nicht eingestehen wollen und so müssen wir eine ganze Menge Energie aufbringen, um diese Energien in Zaum zu halten. Oft haben wir diese Aspekte so gut verdrängt, dass wir selbst sogar schon glauben, frei davon zu sein. Ob man dieses Thema schon erledigt hat, zeigt sich spätestens an unserer Reaktion auf Ereignisse im außen. Regt man sich beispielsweise furchtbar über die Verlogenheit anderer auf, dann kann man davon ausgehen, dass diese Eigenschaft noch unerlöst in einem selber brodelt – Touchè! Oder jemand wirft uns etwas an den Kopf, das uns gefühlsmäßig total aus der Balance bringt, dann ist davon auszugehen, dass diese Eigenschaft noch in uns schwingt, wir sie aber sehr gut verdrängt haben.
Schattenarbeit: Das Verdrängen unsere ungeliebten Aspekte verbraucht sehr viel Energie, ständig müssen wir auf der Hut sein, damit wir uns stets im besten Licht präsentieren. Wir rauben uns somit 50 % unserer eigenen Kraft, dies kann auf Dauer zu depressiven Verstimmungen, Krankheiten, Beziehungsproblemen, Stress uvm führen. Noch dazu haben wir ständig das Gefühl nicht gut genug zu sein, dass irgendetwas mit uns nicht stimme – und darunter leidet unser Selbstwertgefühl ganz beträchtlich. Bei der Licht- & Schattenarbeit geht es nicht darum, unsere „negativen“ Aspekte mit Licht und Liebe aufzulösen, auch nicht darum, sie mit Affirmationen wettzumachen, das ohnehin nicht funktioniert, da wir damit alles nur überdecken, sondern es geht darum sie zu akzeptieren.
Mehr zu Schattenarbeit unter:
Energie Balance Graz (Einzelberatung und Workshops): http://energiebalance.dreipage.de In Kooperation mit Sabine Wolf, KRISTALLMENSCH (http://www.kristallmensch.de) ist ein Kristallmensch Treffen zu diesem Thema im August in Österreich geplant, näheres unter http://www.kristallmensch.de