| Sonntag, 07. September 2008 |
Management
Funkchips sorgen für mehr Patientensicherheit und Effizienz im Krankenhaus Das dokumentiert eine Praxisstudie, die das Informationsforum RFID e. V. vorlegt. Danach helfen die Funkchips nicht nur bei der Optimierung von Prozessabläufen in Kliniken, sondern verbessern die Überwachung von Blutkonserven und bieten Schutz vor falschen Arzneimittelabgaben und gefälschten Medikamenten.
Nach Schätzungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte gibt es bundesweit jährlich allein durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen bis zu 16.000 Todesfälle. Der Marktanteil gefälschter Medikamente liegt nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit bei mindestens zehn Prozent. Diese Zahlen könnten durch einen flächendeckenden Einsatz von RFID im Gesundheitswesen deutlich gesenkt werden.
Dr. Andrea Huber, Geschäftsführerin des Informationsforum RFID e. V.: „Der Einsatz der RFID-Technologie im Gesundheitswesen bietet vielfältige Vorteile - für Ärzte, Pflegepersonal, Patienten und das gesamte Klinikmanagement. Die größten Potenziale liegen in der höheren Qualität und Sicherheit der Behandlungsprozesse bei gleichzeitiger Kostenoptimierung. Künftig wird es dank RFID möglich sein, Ärzte und Pfleger erheblich von zeitraubenden Dokumentationstätigkeiten zu entlasten. Die Veröffentlichung liefert einen Beitrag für den zukunftsweisenden Einsatz moderner Technologien im Gesundheitswesen.“
Die in der Broschüre „RFID im Gesundheitswesen“ vorgestellten Einsatzmöglichkeiten für RFID reichen von der Blutkonservenkennzeichnung und -verfolgung (Uniklinikum Saarbrücken) über die Geräte- und Patientenortung mit gleichzeitiger Überwachung kardiologischer Werte (Asklepios Klinik Hamburg) bis hin zur Optimierung der Patientenversorgung (Universitätsklinikum Jena) und der effektiveren Steuerung der Betten- und Wäschereinigung (Städtische Kliniken Bielefeld). Ein Ausblick auf mögliche komplexe Ablaufsteuerungen veranschaulicht das zukünftige Potenzial von RFD im Klinikwesen.
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