Freitag, 21. November 2008
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Schlankheitsmittelvergleichs 2007

19.03.2007 Quelle: ZEK   

Rund fünfzig Millionen Menschen in Deutschland sind übergewichtig und haben damit ein dickes Problem, das allein mit Schlankheitsmitteln nicht zu lösen ist. Die meisten Schlankheitsmittel versprechen mehr, als sie halten können, so fasst das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik die Auswertung zusammen.

Nur selten sind Schlankheitsmittel oder Produkte, die der Verbraucher dafür hält, Arzneimittel, die ihre Wirkung durch Studien nachgewiesen haben. Als Antiadipositas-Substanzen allgemein anerkannt sind Orlistat und Sibutramin. Die daraus hergestellten Arzneimittel sind verschreibungspflichtig und weisen ein gewisses Nebenwirkungspotential auf, betont Diätexperte Sven-David Müller-Nothmann vom Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK).

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Antiadipositas-Arzneimittel Xenical und Reduktil nicht. Außerdem sind diese Medikamente insbesondere im Rahmen eines ganzheitlichen Gewichtsreduktionsprogramms, das Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenskomponenten einschließt, effektiv. Adipöse Menschen müssen akzeptieren, dass es keine Möglichkeit gibt, allein durch Medikamente abzunehmen, zerstört Müller-Nothmann die Hoffnung vieler Betroffener.

Jährlich geben Übergewichtige in Deutschland allein in Apotheken rund 150 Millionen Euro für die „medikamentöse“ Abmagerung aus. Damit setzen Übergewichtige immer seltener auf Schlankheitsmittel, denn vor fünf Jahren war der Umsatz dieser Produkte noch doppelt so hoch, informiert Sven-David Müller-Nothmann. Völlig ungeeignet sind entwässernde- oder abführende Mittel und Medikamente, da sich Körperfett weder durch den Urin, noch durch den Stuhlgang beseitigen lässt. Außerdem ist es gefährlich, ohne ärztliche Indikation Diuretika oder Laxantien einzunehmen, warnt Müller-Nothmann.

Auch ist Vorsicht vor „chinesischen“ Kräutern und undefinierbaren Pflanzenextrakten, die vornehmlich im Internet angeboten werden, geboten. Die Werbung für „unseriöse“ Schlankheitsmittel verspricht eine hohe Gewichtsabnahme in kurzer Zeit. Den Verbrauchern ist nicht bekannt, dass es verboten ist, damit zu werben, wie viele Kilogramm in welchem Zeitraum verschwinden, erläutert Sven-David Müller-Nothmann. Unternehmen, die so werben, handeln illegal.


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