Gesundheit im (Daten)fluss - Konzept für integrierte Versorgungsnetze im Gesundheitswesen
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20.03.2007
Quelle: big bremen
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Projektinhalt
Doppeluntersuchungen, verlorene Krankenberichte oder Wartezeiten bei Operationen. – Vor der eigentlichen Behandlung erleben Patienten mitunter eine Odyssee durch das Gesundheitswesen. Die integrierte Gesundheitsversorgung (IGV) will solche Abläufe vermeiden. Mithilfe ganzheitlicher Konzepte und gezielter Planung. Hausarzt, Krankenhaus, Therapeuten, Pflegedienste und andere Leistungserbringer arbeiten hier in zukunftsorientierten Gesundheitsnetzen zusammen. Eine Zentrale, oft in Person des Case Managers, hält die Fäden zusammen. Er ist Ansprechpartner für Patienten wie Leistungserbringer, koordiniert Termine, achtet auf Qualität und Kosten. Ist das Versorgungsnetz gut organisiert, profitieren Patienten von der verbesserten Behandlungsqualität. Für Ärzte reduziert sich der Verwaltungsaufwand und für Krankenkassen die Kosten. Doch Erfolge bleiben oft aus, weil neben ökonomischem Know how oft eine übergreifende EDV-Vernetzung fehlt. Unterschiedliche Software-Systeme in Kliniken, Praxen und Betrieben erschweren den wichtigen Datenaustausch zwischen den Akteuren.
Ziel des Projektes
Integrierte Versorgungsnetze benötigen praxisorientierte Unterstützung im Bereich Management, Controlling und institutsübergreifender EDV. Unter dieser Maßgabe entwickelten die Bremer Unternehmen Hanseatische Software-Entwicklungs- und Consulting GmbH (HEC) sowie WebMen Internet GmbH eine individuell adaptierbare Gesamtlösung. Im Mittelpunkt des „Workflow IGV“ Förderprojektes der Bremer Investitions- Gesellschaft (BIG) stand dabei die Optimierung der Arbeitsabläufe (englisch workflow), die dem Projekt seinen Namen gab. In enger Kooperation mit den Pilotanwendern in den IGV Netzen Lilienthal und Hemmor entstand ein Management-Konzept mit zugehöriger Software. Das System ermöglicht den einfachen Informationsaustausch, liefert Standardvorgaben für die Behandlungsplanung, vereinfacht die Dokumentation erbrachter Leistungen und bildet gleichzeitig die Grundlage für das ökonomische Controlling sowie interne und externe Abrechnungsvorgänge. „Mit der Software haben wir erstmals die Möglichkeit sämtliche Versorgungsleistungen der am Netz beteiligten Leistungserbringer termingerecht und aufeinander abgestimmt zu planen. Die einfache Leistungsdokumentation und das integrierte Controlling sichern die netzübergreifende Transparenz und tragen so zum wirtschaftlichen Erfolg der IGV-Gemeinschaft bei“, beschreibt Projektleiter Henrik Czernomoriez von der HEC die Vorteile. Die Software besteht aus zwei Komponenten: Während die Vollversion „IGV-Manager“ in der Leitstelle zur Unterstützung des Case Managers dient, ermöglicht der „Web-IGV-Manager“ via Internetanschluss den Datenaustausch für einzelne Arztpraxen oder Pflegedienste. Nach Abschluss der Pilotphase Ende 2006 wird das System jetzt bundsweit eingesetzt und vertrieben.
Marktaussichten
„In dem Maße wie sich diese IGV-Netze in Zukunft ausbreiten, werden sich auch Produkte wie der „Workflow IGV Manager“ durchsetzen“, ist Projektleiter Henrik Czernomoriez überzeugt. Die Financial Times Deutschland zeichnete die Innovation bei Ihrer Ausschreibung „Ideenpark Gesundheitswirtschaft“ 2006 aus: „Die IT-Plattform Workflow IGV und die Software IGV Manager sind ein Beispiel dafür, wie Informationstechnologie zum Treiber für Strukturveränderungen werden kann. Das Projekt ist innovativ. Zugleich lässt es sich umsetzen und hat in der heutigen Diskussion über die Zukunft des Gesundheitswesens eine hohe Aktualität“, heißt es in der Jury Bewertung. Das Konsortium selbst geht für den Zeitraum 2007-2010 von ca. 50 potenziellen Nutzern aus.
Die Projektentwicklung wurde unterstützt von big bremen – die Wirtschaf Wirtschaftsförderer
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