US-Patienten haben bessere Chancen bei Krebs
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26.03.2007
Quelle: Wolfgang Steiger
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Bei einigen häufigen Krebslokalisationen überleben Patienten in den USA nach wie vor länger. Die besonders deutlichen Differenzen beim Überleben nach Brustkrebs sind vermutlich auch auf Unterschiede in der Beteiligung an Früherkennungsmaßnahmen zurückzuführen.
Dies zeigt ein Vergleich aktueller Daten zum Langzeitüberleben bei 23 verschiedenen Krebserkrankungen. Ein neuartiges Berechnungsverfahren ermöglichte zum ersten Mal einen aktuellen, direkten Vergleich der Langzeit-Überlebensraten von Krebspatienten in Deutschland und in den USA. Wissenschaftler der Abteilung von Professor Dr. Hermann Brenner im Deutschen Krebsforschungszentrum stellten für 23 verschiedene Krebserkrankungen die 5- und 10-Jahres-Überlebensraten beider Länder einander gegenüber.
Für mehrere Krebslokalisationen unterscheiden sich die Prognosen in beiden Ländern deutlich: Beim Magenkrebs fällt die 5-Jahres-Überlebensrate in Deutschland günstiger aus, die 10-Jahres-Überlebensraten bei Magen- und Lungenkrebs. Deutlich und statistisch signifikant höhere 5- und 10-Jahres-Überlebensraten hatten dagegen amerikanische Patienten mit Prostata, Brust, Gebärmutterhals- und Mundhöhlenkrebs. Darmkrebspatienten in den USA überleben geringfügig länger als in Deutschland.
Amerikanische Brustkrebspatientinnen haben durchgehend und unabhängig vom Erkrankungsalter eine bessere Prognose als deutsche. Während bei jüngeren Patientinnen die Ergebnisse beider Länder noch annähernd identisch sind, nimmt die 5-Jahres-Überlebensrate in Deutschland mit höherem Erkrankungsalter ab und erreicht zwischen der jüngsten und der ältesten Patientengruppe (unter 54 sowie über 75 Jahren) eine Differenz von zwölf Prozent.
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