| Sonntag, 07. September 2008 |
Management
IT-Manager investieren in Kosteneffizienz Mehr als ein Drittel der deutschen Unternehmen wollen ihre IT-Investitionen für 2007 weiter hochschrauben – sieben Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Dabei verfolgen sie mit den Ausgaben für Hard- und Software vor allem die Investitionsziele höhere Effizienz, optimierte Geschäftsabläufe und weniger Kosten.
Ertragssteigerungen, Kundenbindung oder eine höhere Rentabilität gehören zwar ebenfalls zu den wichtigsten Unternehmenszielen, sind allerdings häufig nicht der primäre Auslöser für IT-Investitionen. Nicht einmal jeder vierte IT-Manager denkt bei Investitionen in IT-Lösungen an das konkrete Ziel, Erträge zu steigern. Die Verbesserung des Return-on-Investment durch IT-Anschaffungen hat sogar nur jeder fünfte Betrieb im Auge. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „IT-Budget 2007“.
In der strategischen Gesamtausrichtung für die Unternehmen stehen eine verbesserte Kundenbindung und höhere Erträge ganz weit oben. Mehr als die Hälfte der befragten Entscheider wollen das Thema Kundenzufriedenheit 2007 verstärkt angehen. Für knapp 44 Prozent steht das Ertragswachstum in den kommenden zwölf Monaten im Vordergrund. Die Grundlage für das Erreichen dieser Ziele bilden für viele IT-Entscheider allerdings Effzienzsteigerungen, optimierte Geschäftsabläufe sowie niedrigere Kosten. Deshalb konzentrieren sie ihre Ausgaben vor allem auf diese drei Ziele. Sie sind immer noch die drei Hauptmotive, wenn es um den Kauf neuer Informationstechnologie geht.
Vor allem in größeren Unternehmen, mit mehr als 500 Mitarbeitern, sind die IT-Manager auf Kosteneffizienz getrimmt. Drei von vier der Befragten schaffen IT in erster Linie unter Einspargesichtspunkten an. In kleinen und mittelständischen Betrieben liegt der Anteil nur bei knapp 40 Prozent. Einen verbesserten Return-on-Investement durch neue IT bewerten Mittelstand und Großunternehmen ebenfalls unterschiedlich. Ein Drittel der befragten Großunternehmen nennt die Verbesserung der Kapitalrendite bei IT-Anschaffungen als konkretes Ziel. Bei den Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern sind es nicht einmal halb so viele.
Häufig haben Unternehmen noch nicht erkannt, dass der Einsatz von IT nicht nur Kosten spart. Er kann auch direkt zur Steigerung der Kundenbindung beitragen. Kundenmanagementsysteme versorgen beispielsweise Vertriebsmitarbeiter mit sämtlichen relevanten Informationen über den Kunden und dessen Besonderheiten. Der Außendienst ist beispielsweise damit in der Lage, dem Kunden beim Besuch vor Ort Produkte anzubieten, die er bevorzugt. Dies steigert die Kundenzufriedenheit. Bisher haben beim Einkauf von IT allerdings nur etwa 42 Prozent der befragten Entscheider das Ziel Kundenbindung im Hinterkopf.
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