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Diesen Effekt konnten die Professoren Lurz und Fischer in einer Studie nachweisen. Mit einer hochdosierten L-Carnitin Einnahme von zwei bis drei Gramm nahmen die Studien-Teilnehmer bei gleichzeitiger Reduktionskost und Sport mehr ab, kommentiert Dr. Männel. L-Carnitin eignet sich also im Rahmen einer gezielten Gewichtsabnahme, ist aber kein schlankmachendes Wundermittel, so die Expertin. Konjugierte Linolsäure (CLA) kann den Fettabbau unterstützen. Die Linolsäure ist eine der essentiellen Fettsäuren, die unser Körper nicht selbst produzieren kann und sie deshalb in ausreichender Menge mit der Nahrung aufnehmen muss.
In einigen Tierversuchen konnte gezeigt werden, dass eine gezielte Substitution von CLA auch eine Verringerung von Körperfett und einer Zunahme der Muskelmasse bewirken kann. Dies wurde kürzlich in einer schwedischen Studie bestätigt, bei der Männer über 4 Wochen lang täglich 4 Gramm CLA einnahmen. Die wichtigsten CLA-reichen Nahrungsquellen sind neben Fleisch vor allem Milch, Käse und Yoghurt. Da der CLA-Gehalt von dem Milchfett abhängig ist, enthalten fettarme Milchprodukte nur noch wenig CLA. Wer hier schlankmachende Effekte erzielen möchte, muss konjugierte Linolsäure als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.
Doch der Markt der nicht empfehlenswerten Schlankheitsmittel ist größer als der der effektiven. Es kommen täglich neue Mittel auf den Markt, die mit einer schnellen Gewichtsabnahme werben. Der Erfolg ist oft individuell unterschiedlich oder gar nicht gegeben. Es gibt beispielsweise chitosanhaltige Präparate, die eine hohe Fettbindungskapazität haben sollen und die Kalorienaufnahme von selbst auch einschränken sollen. Oft sind die Präparate aber viel zu niedrig dosiert und damit ohne deutliche Effekte.
Manche Firmen treten mit aggressiven Werbekampagnen in online- und Printmedien auf und versprechen die Patentlösung für schnelle Gewichtsabnahme mit Erfahrungsberichten von Patienten und der Geld-zurück-Garantie. In den letzten Jahren wurde Ephidril 600 so vermarktet, dieses Jahr beispielsweise Detoxycall. Oft wird die Zusammensetzung der Präparate nicht bekannt gegeben. Nach Erfahrungsberichten meiner Patienten zu urteilen, ist der Erfolg solcher Produkte aber fraglich - neben keinem Effekt warten viele vergeblich auf Ihr Geld, wenn Sie das Produkt wieder zurückgeschickt haben, warnt Dr. Männel vor den schwarzen Schafen der Schlankheitsmittelanbieter.
Aber auch verschreibungspflichtige Medikamente sind nach ihrer Sicht nicht des Rätsels Lösung. Bei deutlichem Übergewicht mit einem BMI über 30 ohne bisherige Gewichtsabnahme kann der Arzt Medikamente verschreiben, die eine Aufnahme von Fett über den Darm reduzieren oder den Appetit hemmen. Neben dem Wirkstoff Orlistat, das das fettspaltende Enzym Lipase im Dünndarm blockiert, wird häufig ein Appetitzügler mit dem Wirkstoff Sibutramin verschrieben. Unter einer Reduktionskost können diese beiden Substanzen die Gewichtsabnahme unterstützen. Die möglichen Nebenwirkungen sollten aber nicht außer Acht gelassen werden - neben einer verminderten Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen kann es zu Fettstühlen, Blähungen, Bauch- und Kopfschmerzen, Herzrasen und vermehrte Infektneigung kommen.
Seit Ende 2006 ist ein neues Präparat zur Gewichtsreduktion bei starkem Übergewicht mit Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen zugelassen - Rimonabant (Acomplia®). Rimonabant hemmt als CB1-Blocker die Lust auf die Nahrungsaufnahme, was das Gewicht reduzieren soll. In Studien konnte dieser Effekt bei begleitender Diät und Sport gezeigt werden. Aber: wird das Medikament abgesetzt, kommt es wieder zur Gewichtszunahme! Eine geplante Gewichtsabnahme mehr als fünf Kilogramm ist nur mit einem langfristig angelegten Programm, das neben einer Ernährungsumstellung auch Sport oder ein Bewegungsprogramm mit einbezieht, zu erreichen. Sinnvoll wäre eine Ernährung mit reichlich Gemüse und Obst sowie fettarmen Eiweiß.
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