| Dienstag, 07. Oktober 2008 |
Mit über 250 Teilnehmern hat die TELEMED 2007 die Besucherzahlen der Vorjahre deutlich übertroffen. Die Woche bündelte erstmals zentrale Telematikveranstaltungen unter einem Dach: Neben der TELEMED waren dies die eHealth Conference 2007, die Fachmesse ITeG, eine Session der KIS-Tagung sowie der IHE-Connectathon.
Entgegen dem allgemeinen Trend hatte die TELEMED bewusst nicht das Thema "elektronische Gesundheitskarte" (eGK) auf das Programm gesetzt, sondern den Fokus auf die Elektronische Patientenakte (EPA) sowie – in den Kurzpräsentationen am zweiten Tag – auf Gesundheitsportale gelegt.
Die Vorträge zeigten deutlich, dass sich die Entwicklung auf dem Feld der EPA derzeit nicht primär durch spektakuläre konzeptionelle oder technische Neuerungen auszeichnet. Vielmehr steht die Erkenntnis im Vordergrund, dass es nun gelingen muss, aus der Phase der Pilotprojekte den Schritt in die Routineanwendung zu machen und die Erfahrungen sorgfältig auszuwerten.
Als inhaltliches Highlight der Veranstaltung werteten die Besucher die TELEMED-Abendveranstaltung am 16. April 2007. Key Note-Speaker Peter Waegemann, Direktor des Medical Records Institute (MRI) in Boston (USA) brachte auf den Punkt, was auch die Vorträge des Tages schon andeuteten: Wenn Telematik-Anwendungen einen Nutzen bringen sollen, müssen sie den Anforderungen des konkreten Behandlungsablaufs in der jeweiligen Praxis oder Klinik angepasst werden. Andernfalls wird bei den Ärzten keine Akzeptanz für die neuen technologischen Möglichkeiten zu erreichen sein.
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