| Sonntag, 20. Juli 2008 |
Zukunftstrends
Potenziale von Migration nutzen
Migration hat positive Effekte. Mit diesem Ergebnis des Berichtes "Migration und Entwicklung" stand das britische Unterhaus im Jahr 2004 noch weitgehend allein auf weiter Flur. Seither hat sich die entwicklungspolitische Diskussion jedoch verändert:
weg von Defizitansätzen hin zu einem Verständnis, das den Nutzen von Migration für Migrantinnen und Migranten, für Aufnahme- und Herkunftsländer betont.
Wenn bislang in der Öffentlichkeit vom "Zustrom" von Migrantinnen und Migranten die Rede war, zeigte schon die Wortwahl, dass etwas Negatives, Ungewolltes drohte.
Zuwanderung wurde als Krise betrachtet, die es einzudämmen galt, vor allem durch Schließung der Grenzen, aber auch durch Entwicklungszusammenarbeit. Letztere wird bis heute im Haager Programm der Europäischen Union als wichtiges Mittel gesehen, um die Ursachen von Migration zu bekämpfen.
Als negativer Effekt von Migration galt bislang auch der "Brain Drain". Gemeint ist die Abwanderung qualifizierter Fach- und insbesondere Pflegekräfte aus Entwicklungsländern in den Norden. Um dies zu vermeiden, sollten Migrantinnen und Migranten nach ihrer Ausbildung in Deutschland wieder in die Herkunftsländer zurückkehren. Diese Sichtweise greift aus mehreren Gründen zu kurz.
Weitere Informationen finden Sie auf http://www.bundesregierung.de
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