Chirurgen ersteigern Aufträge im Internet
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18.06.2007
Quelle: Opor
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Während es bei üblichen Handwerker-Auktionen um den Dachbodenausbau oder das Trockenlegen des Kellers geht, finden sich bei opor.de Anfragen zum Richten der Nase oder zum Fettabsaugen. Das neue Online-Portal hat sich auf die Vermittlung medizinischer Dienstleistungen spezialisiert.
Allen voran: Schönheitsoperationen. Die sind bekanntlich nicht unkritisch. Laut Stiftung Warentest steigt das Risiko, wenn Betroffene den falschen Arzt auswählen, denn längst seien nicht nur Spezialisten am Werk.
Zudem könnten Schönheitsoperationen ganz schön ins Geld gehen. Die Preise beispielsweise fürs Fettabsaugen lägen zwischen 1.500 und 7.000 Euro. Einen Arzt zu finden, der einerseits sein Handwerk versteht und andererseits keine horrenden Honorare verlangt, ist somit nicht einfach.
Bei opor.de kann man den Spieß umdrehen: Statt selber auf die Arztsuche zu gehen, erläutern Betroffene auf ihrer Auktionsseite den kosmetischen Wunsch und geben den Betrag an, den sie zu zahlen bereit sind. Die dem Portal angeschlossenen Chirurgen reagierten auf diese Angebote recht schnell, so Ingo Göbel, einer der beiden Initiatoren von opor.de. Entweder mit einem niedrigeren Preisvorschlag oder mit dem Hinweis auf eine besonders hohe Qualifikation. "Der Patient kann sich bei opor.de völlig frei entscheiden", sagt Göbel. Denn nicht immer zähle nur der günstigste Preis. Langjährige Erfahrung in der plastischen Chirurgie oder auch die Nähe zum Wohnort seien ebenso wichtige Auswahlkriterien.
Die Nutzung von opor.de ist für Patienten kostenlos, es gibt laut Göbel auch keine versteckten Gebühren. Finanziert wird das Portal durch eine von den teilnehmenden Ärzten zu zahlende Vermittlungsgebühr, die ein paar Prozent der Zuschlagssumme ausmacht. "Dafür können aber jene Ärzte, deren Wartezimmer oft verwaist ist, zusätzliche Patienten ansprechen. Das zahlt sich natürlich aus", sagt Göbel.
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