Samstag, 22. November 2008
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c.a.r.u.s. modernisiert IT des Klinikums Landshut

18.07.2007 Quelle: Oliver Hartwig   

Die Modernisiierung der IT in der Intensivstation des Klinikums Lanbdshut war ein voller Erfolg. Chefarzt Prof. Dr. Edgar Pscheidl: "Die große Akzeptanz bei Pflege und Ärzteschaft rechtfertigt die Investition und Anstrengungen in der Vorbereitungsphase."

Nach einer sechsmonatigen Vorbereitungsphase und nur drei Tagen Vor-Ort-Einsatz der c.a.r.u.s. Systemspezialisten vor dem Go-Live arbeitet das Klinikum Landshut seit dem 1. Juli 2007 als erstes Krankenhaus in Europa mit dem neuesten Release 8 der Picis CareSuite. Damit verfügen die zwölf operativen Intensivbetten der Klinik für Anästhesie (Chefarzt Prof. Dr. Edgar Pscheidl) über die derzeit modernste perioperative, elektronische Dokumentation.

Den Ausschlag für die Investitionsentscheidung gaben gute Erfahrungen mit den Vorgängerversionen der Software sowie der relativ geringe Implementierungs- und Schulungsaufwand im Vergleich zur Einführung eines neuen Produktes. Die medizinische Leiterin der Projektgruppe, Oberärztin Dr. Theresia Strasser D.E.A.A.* : "Picis läuft bei uns seit vier Jahren recht stabil. Wir sind zufrieden. Das Produkt hilft uns, die Vollständigkeit der Dokumentation zu erhöhen und die Qualität der medizinischen Versorgung zu steigern. Zudem war der Nachschulungsaufwand für das Update gering einzustufen. Das waren für uns wichtige Kriterien bei der Beschaffung."

Dr. Strasser weiter: "Die Implementierung  eines komplett neuen Systems, mit dem enormen Aufwand für eine Datenübernahme, wäre weder personell noch finanziell zu schultern gewesen.“ Die Richtigkeit der Entscheidung für Picis bestätigte sich nach einer intensiven Vorbereitungsphase am Go-Live-Tag. Die Datenübernahme klappte problemlos, der Produktivbetrieb konnte ab der ersten Stunde wieder aufgenommen werden. Ärzte und Pflege konnten nahtlos an die Arbeit des Vortages anknüpfen."

Risikofreie Implementierung

Vorangegangen war über ein Jahr gemeinsame Entwicklungsarbeit von c.a.r.u.s. mit dem Partner Picis. c.a.r.u.s. hat die derzeit einzige Lösung am Markt, die eine komplette perioperative, automatisierte Dokumentation sämtlicher Intensivpatienten-Daten ermöglicht, auch als Plug-in-Modul in sein KIS - das c.a.r.u.s. Hospital Management System (cHMS) - integriert. Die Standardisierung und die einheitliche Benutzeroberfläche reduzieren den Schulungsaufwand und erhöhen die Akzeptanz bei den Benutzern. In Landshut jedoch zeigt c.a.r.u.s. seine Stärke als Integrator: Dort bestand die Aufgabe darin, die Picis-Lösung in eine vorhandene IT-Landschaft mit einem Drittanbieter-KIS einzubetten.

An Workflows angepasst

Durch die enge Kollaboration der Norderstedter Integrationsspezialisten mit Picis, dem international agierenden Marktführer im Segment akutmedizinische Dokumentation, erhielt Landshut eine an eigene Abläufe und Priorisierungen angepasste Lösung. Dr. Strasser: "Wir hatten durch die neue Programmversion jetzt die Möglichkeit, unsere tatsächlichen Abläufe in der flexiblen Workflowengine abzubilden und unseren Informationsflüssen anzupassen." Dabei profitierte Landshut auch von der engen Kooperation zwischen c.a.r.u.s. und den Universitätskliniken Schleswig-Holstein, wo bereits Ende 2006 die Vorgänger-Version des Picis-Systems in den Echtbetrieb ging. Die Anforderungen und Erfahrungen der Mediziner flossen dabei in die Weiterentwicklung und Qualitätssicherung der Software ein. Am Ende wurde das System für das Klinikum Landshut angepasst. Kein Krankenhaus in Deutschland funktioniert wie das andere: Ein Erfahrungssatz, den die c.a.r.u.s. Entwickler kundenorientiert umsetzen  mit Flexibilität in der Programmierung und viel Erfahrung aus der Konzeption von Individualsoftware.

Kollaboration crossboarder

Das Landshut-Projekt ist zugleich ein gelungenes Beispiel dafür, wie Globalisierung auch Partnerschaft zum Nutzen des Kunden sein kann. Bei der Vor-Ort-Implementierung bildeten beide Unternehmen gemischte Teams, die auch anschließend für den Kunden zuständig bleiben. So waren auch die bei der Implementierung zu lösenden Aufgaben - wie die Schnittstellen zum Kommunikationsserver des klinikweit eingesetzten Siemens-KIS medico/s sowie die Anbindung von Laborservern und die Integration von medizinischen Messparametern, zum Beispiel von Dialyse, Beatmung, Überwachung etc. - relativ schnell erledigt. Beim anschließenden Support kann sich Landshut ganz auf die crossboarder vernetzten Teams von c.a.r.u.s. in Norderstedt sowie Picis in Wakefield/Massachusetts und im spanischen Barcelona verlassen.

Elektronische Patientenakte realisiert

Ziel der Modernisierung war neben einer weiteren Reduktion des Verwaltungsaufwandes auch die Minimierung von Fehlerpotenzial bei der Dokumentation. So setzt Landshut zur Überwachung und Erfassung der Infusionspumpen unter anderem das Fluid-Manager-System von B.Braun ein, das nicht allein die Laufzeiten, sondern dank Barcode-Unterstützung auch die Veränderungen der intravenösen Medikation mit genauer Zuordnung der Präparate erfasst. Dr. Strasser: "Der Fluid-Manager ist ein für uns sehr wichtiges Tool. Die manuelle Eingabe von Medikationsänderungen entfällt, nichts wird in der Dokumentation vergessen, alles ist übersichtlich nachvollziehbar." Dank solcher technologischer Innovationen ist die operative Intensivstation des Hauses eine der ersten Einheiten, die ihre vollständige medizinische Dokumentation  für die strukturierte und ständig wachsende elektronische Patientenakte (EPA) schon heute bereitstellt. Die Umsetzung des EPA-Modells ist dabei kein Selbstzweck, sondern sichert die Qualität der medizinischen Versorgung, die rasche und umfängliche Informationsbereitstellung für die Behandlungsschritte und stellt die Basis einer effizienten Archivierung dar.

Technologie zum Nutzen der Patienten

Dass die Akzeptanz des medizinischen Personals bei Investitionsentscheidung einen so hohen Stellenwert hat, ist bei dem  gegenwärtigen Wandel vom Gesundheitswesen zur Gesundheitswirtschaft keineswegs selbstverständlich. Doch in Landshut arbeiten medizinische Leitung und kaufmännisches Management ökonomisch Hand in Hand. Dr. Strasser: "Wir haben über Jahre aktiv daran mitgearbeitet, dass das System gut funktioniert. Deshalb war die Verwaltung am Ende bereit, unsere Empfehlungen auch zu unterstützen." Prof. Dr. Edgar Pscheidl, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Klinikum Landshut, sieht die Ziele des Projektes erreicht: "Die große Akzeptanz bei Pflege und Ärzteschaft rechtfertigt die Investition und Anstrengungen in der Vorbereitungsphase."

Erstklassiger Support durch klinikeigene EDV-Abteilung

Die notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen und Konfigurationen für zwei neue Fujitsu Primergy Server wurden mit den c.a.r.u.s. Systemspezialisten perfekt auf die Anforderungen abgestimmt. Das gespiegelte System garantiert höchste Ausfallsicherheit und Performance bei der anfallenden Datenflut. Nicht zuletzt wurde im Zuge dieses Projektes auch die gesamte bettseitige Hardware modernisiert. Elmar Kaiser, Leiter IT-Management/EDV am Klinikum Landshut und Projektleiter für dieses Umstellungsprojekt, zeigt sich ebenfalls sehr zufrieden: "Mit dem Migrationsprojekt Picis haben wir neben der optimierten Unterstützung der Prozesse einen sehr hohen technologischen Stand in Hardware und Software erreicht. Die zügige Projektabwicklung hat gezeigt, dass wir mit c.a.r.u.s. einen engagierten Partner gefunden haben, mit dem wir das Picis-System die nächsten Jahre betreiben und ausbauen können. Mit realistischen Planungen hat die Projektleitung von c.a.r.u.s. während der gesamten Projektlaufzeit zur Transparenz und zeitgerechten Umsetzung beigetragen. Insbesondere muss aber der große Einsatz und die Offenheit der Kolleginnen und Kollegen auf der Intensivstation hervorgehoben werden, ohne deren Bereitschaft zur Innovation das Projekt nicht so erfolgreich verlaufen wäre."

Das Klinikum Landshut

Die für die Schwerpunktversorgung in der Region zuständige Klinik mittlerer Größe (16 Fachabteilungen, 543 Betten) ist das größte Krankenhaus der Region Landshut und des westlichen Teils von Niederbayern mit Einzugsbereich in die angrenzenden Landkreise Oberbayerns hinein. Auf der anästhesiologischen Intensivstation werden die Patienten aller operativen Fachdisziplinen des Klinikums Landshut behandelt (Allgemein-, Visceral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, Orthopädie/ Unfallchirurgie, Gynäkologie, Urologie und Neurochirurgie). Als akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München ist das Klinikum in der Chirurgie sowie der Inneren Medizin in die Ausbildung der Medizinstudenten eingebunden. Ferner werden an einer angegliederten Berufsfachschule ständig rund 160 Pflegekräfte ausgebildet. Über 860 Mitarbeiter (Vollkräfte), davon rund 400 medizinisches Personal, bewältigen die rund 19.500 Fälle pro Jahr.
http://www.klinikum-landshut.de

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