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Der Berliner Klinikkonzern Vivantes setzt verstärkt auf Klinische Forschung und kooperiert mit Medizintechnikunternehmen: Mehr als 150 klinische Studien beginnen derzeit jedes Jahr bei Vivantes. „Unsere Forschung kommt unseren Patienten zugute: Immer mehr Forschungsergebnisse werden anschließend unmittelbar in den Kliniken umgesetzt“, erklärte Prof. Dr. Dr. Alfred Holzgreve, Direktor der Klinischen Forschung bei Vivantes.
Dieses Direktorat wurde Anfang 2006 neu eingerichtet, um die bereits damals zahlreichen Forschungsaktivitäten der mehr als 100 Fachkliniken im Konzern zu koordinieren und neue Projekte zu fördern. „Unsere Kooperationen mit Medizintechnikherstellern wollen wir weiter ausbauen“, kündigte Holzgreve an.
Der größte kommunale Klinikkonzern in Deutschland sei ein geschätzter Forschungs-Partner für die Berliner Medizintechnikbranche, wie Peter P. Wiest, Vorstandsvorsitzender (CEO) der W.O.M. WORLD OF MEDICINE AG betonte: „Die tägliche Zusammenarbeit zwischen WORLD OF MEDICINE und den Vivantes Kliniken ist gekennzeichnet durch hohe Professionalität und Flexibilität und ist durchweg mit etablierten Kooperationen mit Universitätskliniken zu vergleichen." WORLD OF MEDICINE vertritt ihre Kernkompetenzen in den Bereichen CO2-Insufflations-, Flüssigkeitspumpen- und Kamerasystemen für die Minimal Invasive Chirurgie.
Ein Beispiel ist die Forschung im Bereich der bildgebenden Medizintechnik: Die Fernsehtechnologie HDTV (High Definition Television) wird bereits an Vivantes Klinika für minimal-invasive Operationen bei jedem Patienten als Standard eingesetzt. Vivantes forscht zusammen mit WORLD OF MEDICINE bereits seit 2005 auf dem Gebiet der HDTV-Technik in der Medizin. In der ersten und bisher einzigen klinischen Studie hierzu wies Dr. Colin Krüger vom Vivantes Klinikum Neukölln nach, dass die Fernsehtechnologie die Operationsabläufe und -ergebnisse in der minimal-invasiven Chirurgie verbessern kann: Die Operationen mit HD-Unterstützung dauerten im Schnitt 63 Minuten und anschließend verweilten die Patienten 3,4 Tage im Krankenhaus. Eine Operation mit analoger Bildtechnik dauerte im Schnitt acht Minuten länger und anschließend wurden die Patienten fast einen Tag länger postoperativ stationär behandelt. „Aufgrund dieser Erkenntnisse haben wir zusammen mit Medizintechnik-Experten von WORLD OF MEDICINE einen neuen medizinischen Standard „Medical-HD“ entwickelt, der auch berücksichtigt, dass Endoskope eher runde Bilder aus dem Körper übertragen“, erklärte Krüger.
Geforscht hätten die Vivantes-Krankenhausmediziner allerdings schon seit jeher, wie Holzgreve hervorhob: ”Immer mehr Studien sind von unseren Ärzten, wie von Dr. Krüger, selbst initiiert.” Ein weiteres aktuelles Forschungsprojekt bei Vivantes in Kooperation mit WORLD OF MEDICINE behandelt die Sentinel-Lymphknoten Detektion, welche eine noch sicherere und schonendere Lymphdrüsenentfernung bei Tumorerkrankungen – wie dem Brustkrebs – möglich macht. Der Berliner Klinikkonzern ist auch an zahlreichen internationalen multizentrischen Forschungsprojekten beteiligt, zum Beispiel auf dem Gebiet der Magenkrebstherapie: An vier Vivantes-Häusern untersuchen Ärzte die Anwendung von speziell gegen den Magenkrebs gerichteten Antikörpern.
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