Montag, 06. Oktober 2008
 

Ganzheitlicher Umweltschutz in der Medizintechnik

27.08.2007 Quelle: Siemens Medical Solutions   

Nicht erst seit „Klimawandel“ und „Energieeffizienz“ in aller Munde sind, unternimmt Siemens hohe Anstrengungen, seine Produkte und Systeme hinsichtlich ihrer Wirkungen auf Mensch und Umwelt systematisch zu verbessern. So verbrauchen neue Computertomographen 30 Prozent weniger Energie, enthalten 80 Prozent weniger Blei und erzeugen bis zu 58 Prozent weniger Röntgenstrahlung als bisherige Geräte.

Und wiederaufbereitete medizintechnische Geräte erhalten für ihre ökologische Verträglichkeit das Qualitätssiegel „Proven Excellence“. Umfassende Qualitätsnormen gelten für alle Phasen medizintechnischer Systeme von der Produktion über die Nutzung und Wiederverwendung bis zur Entsorgung. Entsprechend dem ganzheitlichen Ansatz der Europäischen Kommission zur Integrierten Produktpolitik berücksichtigt Siemens alle relevanten Umweltaspekte über den gesamten Produktlebenszyklus.

Gebrauchte Geräte soweit wie möglich wieder zu verwenden, ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie: Ressourcen werden geschont, indem der Lebenszyklus eines Produkts verlängert wird. So werden beispielsweise gebrauchte Computer- und Magnetresonanztomographen, Ultraschall-, Strahlentherapie- und Röntgengeräte zurückgenommen und anschließend von dem eigenen Geschäftsgebiet Refurbished Systems (RS) wieder aufgearbeitet.

Dies erfolgt in einem umfangreichen, fünfstufigen Qualitätsprozess (Geräteauswahl, qualifizierte Demontage, Aufarbeitungsprozeß, Installation, Sachmängelhaftung), für den die gleichen hohen Qualtitäts-Standards gelten wie für neue Geräte. Danach verlassen die Systeme die Fertigung mit dem Qualitätssiegel „Proven Excellence“ und werden in die ganze Welt verkauft. Ökonomische und effiziente, auf den Kunden zugeschnittene Gebrauchtsysteme der Spitzenklasse ergänzen so das innovative Produktportfolio von Siemens Medical Solutions. RS leistet somit einen erheblichen Beitrag zur Umweltinitiative der Siemens AG. Zudem werden mit diesem ganzheitlichen Ansatz jährlich 10.000 Tonnen CO2-Ausstoß vermieden. Diese Einsparung entspricht dem elektrischen Energiebedarf von 3.000 Drei-Personen-Haushalten pro Jahr.

Ganzheitlicher Umweltschutz

Die Ökobilanzierung zeigt, dass die Umweltauswirkungen in der Nutzungsphase der Medizingeräte deutlich größer sind als die in der Herstellungsphase. Während etwa der Magnetresonanztomograph (MRT) Magnetom Avanto beim Kunden im Einsatz ist, benötigt er die meiste Energie seiner gesamten Lebenszeit: 88 Prozent. Für Herstellung und Verwertung werden die restlichen zwölf Prozent aufgewendet. Ähnlich sieht es bei den meisten anderen langlebigen Elektro- und Elektronikprodukten aus. Siemens setzt deshalb auf ganzheitlichen Umweltschutz. Das heißt, die Geräte werden so konzipiert, dass so wenig negative Umweltauswirkungen wie möglich entstehen – über alle Lebensphasen der Systeme. Dies betrifft alle Phasen von der Materialauswahl und der Herstellung über die Nutzung bis hin zur Verwertung.

Produkt-Umweltdeklarationen

Um seine Kunden über die Umwelteigenschaften der Medizingeräte zu informieren, werden von Siemens Produkt-Umweltdeklarationen erstellt. In Zukunft können Kunden so vor dem Kauf beispielsweise Folgekosten beurteilen, die mit dem Betrieb von Siemens-Medizingeräten entstehen. Med hat dafür gemeinsam mit Vertretern von Krankenhäusern und führenden Medizintechnikherstellern untersucht, welche Angaben die Produkt-Umweltdeklaration enthalten muss. Immer wenn in Zukunft ein neues Med- Produkt auf den Markt kommt, erscheint gleichzeitig diese Broschüre, die Auskunft gibt über Inhaltsstoffe, Energieverbrauch, Strahlungsintensität, Ersatzteilverbrauch der Geräte und andere entscheidungsrelevante Aspekte.

EMAS

Das Umweltmanagementsystem der Europäischen Union, genannt EMAS (Eco Management and Audit Scheme) ist das System mit den strengsten Anforderungen weltweit. Seit 1996 setzen es alle deutschen Med-Standorte freiwillig um: Jedes Produkt, jeder Arbeitsschritt wird wiederkehrend überprüft. Unabhängige, staatlich zugelassene EMAS-Gutachter überprüfen jedes Jahr, ob die Umweltschutzrichtlinien in den Produktionsstandorten eingehalten werden. Darüber hinaus bewerten die Auditoren, ob tatsächlich Verbesserungen bei den bedeutenden Umweltaspekten erreicht wurden. Die Umweltgutachter überprüfen auch die Informationen in der jährlich publizierten Umwelterklärung auf Plausibilität. Die Informationen über umweltrelevante Tätigkeiten, Verfahren, Energie- und Materialverbräuche, Schadstoffemissionen, Einflussnahme auf das Umweltverhalten der Lieferanten aber auch erreichte Umweltleistungen genießen so eine hohe Vertrauenswürdigkeit.

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