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Um Pflegebedürftigen und deren Angehörigen die
Suche nach einem geeigneten Pflegeheim zu erleichtern, fordert der
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ein Schulnotensystem, um die
Qualität einer Pflegeeinrichtung zu bewerten.
"Der für die
Qualitätskontrollen zuständige Medizinische Dienst der Krankenkassen
(MDK) sollte für Kriterien wie medizinische Versorgung,
Pflegequalität, Ernährungssituation, soziale Betreuung,
Druckgeschwürprophylaxe Noten vergeben und diese dann eventuell zu
einer Gesamtnote für das Heim zusammenziehen", sagte Lauterbach dem
"Tagesspiegel" (Freitagausgabe).
Außerdem sollten die Heime
mindestens einmal jährlich kontrolliert und die Ergebnisse
entsprechend veröffentlicht werden. Die Mehrkosten dafür beliefen
sich auf maximal 100 Millionen Euro pro Jahr, sagte Lauterbach. Diese
Summe ließe sich einsparen, wenn die Routinedokumentation in den
Pflegeeinrichtungen reduziert werde. "Man kann auf solchen Unsinn wie
die minutengenaue Dokumentation jeder Pflegehandlung verzichten,
damit mehr Zeit bleibt für die Betreuung der Pflegebedürftigen."
Lauterbach macht unter anderem das oft schlecht qualifizierte
Management der Heim für die durch den jüngsten MDK-Bericht bekannt
gewordenen Pflegemängel verantwortlich. "In den seltensten Fällen
werden Heime von gut ausgebildeten professionellen Managern geleitet.
Und so mangelt es an der richtigen Personalauswahl, an der richtigen
Motivation der Beschäftigten oder an der hausinternen
Arbeitsorganisation."
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