Samstag, 22. November 2008
 

Deutsches Gesundheitswesen verliert in Konsumenten-Ranking an Boden

01.10.2007 Quelle: Health Consumer Powerhouse   

Foto: aboutpixel.deDeutschland nimmt laut dem Europa-Gesundheitskonsumenten-Index 2007 (Euro Health Consumer Index, EHCI), der heute in Brüssel veröffentlicht wurde, in Bezug auf das am konsumentenfreundlichste Gesundheitssystem in Europa den 5. Platz ein.

Eine Verschlechterung im Vergleich zum 3. Platz des letzten Jahres. Im Euro Health Consumer Index für das Jahr 2007, die jährliche Untersuchung der medizinischen Versorgung in der EU, nimmt das deutsche Gesundheitswesen unter allen 29 öffentlichen Gesundheitssystemen den 5. Platz ein. Österreich geht mit 806 Punkten als Sieger hervor, gefolgt von den Niederlanden (Sieger im Jahr 2005) sowie Frankreich (Sieger im Jahr 2006), und auch die Schweiz ist noch vor Deutschland platziert.

In fünf Kategorien, die 27 Leistungsindikatoren abdecken, erreicht Deutschland 767 von den 1.000 möglichen Punkten. Deutschland hinkt nun bei der Patientenbefähigung allmählich hinterher, wie die Ergebnisse in der Kategorie Patientenrechte und Information zeigen. „Um wieder an die Spitze zurückzukehren, muss sich das deutsche Gesundheitswesen in Bezug auf die Bereiche Patientenrechte und Information öffnen! Dies ist ein unterentwickelter Bereich in einem ansonsten gut funktionierenden System“, erklärt Dr. Arne Björnberg, Forschungsdirektor für den Euro Health Consumer Index.

Was kann in Deutschland getan werden?

„Ausgezeichnete Inspirationen sind in unmittelbarer Nähe zu finden, wie beispielsweise in Großbritannien und in Dänemark”, meint der Präsident des Health Consumer Powerhouse, Herr Johan Hjertqvist, im Rahmen der Analyse der Indexergebnisse für Deutschland. „Eine öffentliche Leistungsklassifizierung der deutschen Krankenhäuser würde die nicht allzu beeindruckenden medizinischen Ergebnisse verbessern.”

Über den Index

Der Euro Health Consumer Index ist das jährliche Ranking der europäischen Gesundheitssysteme in fünf Bereichen, die der Schlüssel zu den Patienten sind: Patientenrechte und Information, Wartezeiten für gängige Behandlungen, Behandlungsergebnisse, die Generosität des Systems und die Zugänglichkeit der Medikation. Er wurde erstmals im Jahre 2005 veröffentlicht. Der Index setzt sich aus einer Kombination aus öffentlichen Statistiken und unabhängigen Untersuchungen zusammen und wird in einer konsumentenfreundlichen Matrix dargestellt. Der Index wird von der (in Brüssel ansässigen) Analyse- und Informationsorganisation Health Consumer Powerhouse erstellt. Der Index nimmt eine konsumentenbezogene Position ein.

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