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Deutschland nimmt laut dem Europa-Gesundheitskonsumenten-Index 2007 (Euro
Health Consumer Index, EHCI), der heute in Brüssel veröffentlicht wurde, in Bezug auf
das am konsumentenfreundlichste Gesundheitssystem in Europa den 5. Platz ein.
Eine
Verschlechterung im Vergleich zum 3. Platz des letzten Jahres.
Im Euro Health Consumer Index für das Jahr 2007, die jährliche Untersuchung der
medizinischen Versorgung in der EU, nimmt das deutsche Gesundheitswesen unter
allen 29 öffentlichen Gesundheitssystemen den 5. Platz ein. Österreich geht mit 806
Punkten als Sieger hervor, gefolgt von den Niederlanden (Sieger im Jahr 2005) sowie
Frankreich (Sieger im Jahr 2006), und auch die Schweiz ist noch vor Deutschland
platziert.
In fünf Kategorien, die 27 Leistungsindikatoren abdecken, erreicht Deutschland 767 von den
1.000 möglichen Punkten. Deutschland hinkt nun bei der Patientenbefähigung allmählich
hinterher, wie die Ergebnisse in der Kategorie Patientenrechte und Information zeigen.
„Um wieder an die Spitze zurückzukehren, muss sich das deutsche Gesundheitswesen in Bezug
auf die Bereiche Patientenrechte und Information öffnen! Dies ist ein unterentwickelter Bereich in
einem ansonsten gut funktionierenden System“, erklärt Dr. Arne Björnberg, Forschungsdirektor
für den Euro Health Consumer Index.
Was kann in Deutschland getan werden?
„Ausgezeichnete Inspirationen sind in unmittelbarer Nähe zu finden, wie beispielsweise in
Großbritannien und in Dänemark”, meint der Präsident des Health Consumer Powerhouse, Herr
Johan Hjertqvist, im Rahmen der Analyse der Indexergebnisse für Deutschland. „Eine öffentliche
Leistungsklassifizierung der deutschen Krankenhäuser würde die nicht allzu beeindruckenden
medizinischen Ergebnisse verbessern.”
Über den Index
Der Euro Health Consumer Index ist das jährliche Ranking der europäischen Gesundheitssysteme
in fünf Bereichen, die der Schlüssel zu den Patienten sind: Patientenrechte und Information,
Wartezeiten für gängige Behandlungen, Behandlungsergebnisse, die Generosität des Systems und
die Zugänglichkeit der Medikation. Er wurde erstmals im Jahre 2005 veröffentlicht. Der Index
setzt sich aus einer Kombination aus öffentlichen Statistiken und unabhängigen Untersuchungen
zusammen und wird in einer konsumentenfreundlichen Matrix dargestellt. Der Index wird von der
(in Brüssel ansässigen) Analyse- und Informationsorganisation Health Consumer Powerhouse
erstellt. Der Index nimmt eine konsumentenbezogene Position ein.
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