Samstag, 22. November 2008
 

iPhone hält medizinische Notfalldaten bereit

14.11.2007 Quelle: InterComponentWare AG   

Foto: InterComponentWare AGIn einem medizinischen Notfall – egal ob zuhause oder im Straßenverkehr – geht es um Minuten. Die Rahmenbedingungen sind in Deutschland günstig: Nach den gesetzlichen Bestimmungen müssen Rettungskräfte innerhalb von zehn Minuten vor Ort sein und die professionelle Erstversorgung übernehmen.

Bislang mussten Notärzte aber darauf vertrauen, was sie vor Ort erfragen oder sehen konnten. Ist der Patient bewusstlos oder nicht ansprechbar, bleiben Vorerkrankungen oder Medikationen unberücksichtigt – was schnell zu bedrohlichen Komplikationen führen kann. Jetzt ist die Notfallversorgung einen großen Schritt weiter: Persönliche Notfalldaten können überall per Handy und Internetbrowser über eine verschlüsselte Verbindung abgerufen werden.

Besonders komfortabel geht das mit dem neuen iPhone. Das zeigt der eHealth-Spezialist InterComponentWare AG (ICW) mit Unterstützung des Systemhaus HSD auf der weltgrößten Medizinmesse MEDICA vom 14. bis 17. November in Düsseldorf. Voraussetzung ist eine webbasierte LifeSensor Gesundheitsakte, die jeder zur Dokumentation seiner Gesundheitsdaten einrichten kann. Ist auf dem iPhone der LifeSensor Notfall-Zugriff abgelegt, kann im Ernstfall direkt die LifeSensor Notfall URL www.sos-lifesensor.com aufgerufen werden. Mit Hilfe des Notfallcodes, der auf einer persönlichen Notfallkarte aufgedruckt ist, stehen den Rettungskräften vor Ort sofort die wichtigsten medizinischen Daten des Patienten zur Verfügung. Die Notfallkarte kann jeder Besitzer einer LifeSensor Gesundheitsakte wie eine EC-Karte im Geldbeutel mit sich führen.

Die in der LifeSensor Gesundheitsakte gespeicherten Notfalldaten enthalten Basisinformationen, die im Ernstfall entscheidend für die Erstversorgung vor Ort oder in einer Klinik sein können. Sie betreffen z.B. Medikationen, Diagnosen und Allergien. Zusätzlich weisen sie auf einen Ansprechpartner hin, der im Notfall unverzüglich informiert werden soll.

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Ein Fall aus der Praxis
Das Motorrad ist quer über die Fahrbahn geschleudert, Henning S. (38) liegt bewusstlos neben seiner Maschine. Nach wenigen Minuten trifft der Notarzt ein. Um die Atmung zu sichern, müsste Henning S. intubiert werden – eine Routinemaßnahme, bei der ein kleiner Schlauch die Atemwege frei hält. Anhand der Notfalldaten erfährt der Notarzt jedoch rechtzeitig, dass Henning S. an einer verminderten Beweglichkeit des Unterkiefers leidet und daher nicht intubiert werden kann, ohne Verletzungen im Nasen-Rachen-Raum zu riskieren. Also greift der Notarzt auf alternative Maßnahmen zurück und erspart dem Patienten weitere Komplikationen.

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