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Michael Schulz, Leiter des Hauptstadtbüros des
Verbandes Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB), erläuterte
auf dem Podium die Standpunkte seines Verbandes zu den im Rahmen der
Pflegereform geplanten Pflegestützpunkten: „Bereits heute nutzen Pflegebedürftige und [...]
[...] Angehörige die Informations- und Beratungsmöglichkeiten von rund 21.000
ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen und deren kompetenten
Mitarbeitern. Hinzu kommen die Berater in den Kommunen und bei den
Kassen. Zusätzliche und über zahlreiche Verträge abgesicherte Pflegestützpunkte sind daher absolut überflüssig.
Fraglich ist auch, ob dem Personal in den geplanten
Stützpunkten überhaupt ausreichend Zeit für die Beratung des
hilfebedürftigen Menschen bliebe. Der Großteil ihrer Arbeitszeit würde
bürokratischem Vertragswirrwarr zum Opfer fallen.
Anstelle eines kostspieligen Aufbaus
zusätzlicher Strukturen plädiert der VDAB für die Einführung eines
Gutscheinheftes zur Beratung bei vorab zugelassenen Beratungsstellen. Diese
könnten auch in den genannten 21.000 Pflegeeinrichtungen angesiedelt
sein. Im Gegensatz zum geplanten System wäre diese Variante
unkompliziert und für die Pflegeversicherung kostenmäßig tragbar.
Generell ist das derzeitige
Pflegeversicherungssystem mit seiner Unterteilung in Tages- und
Nachtpflege, Verhinderungs- und Kurzzeitpflege sowie vollstationärer
Pflege viel zu kompliziert. Würden diese Strukturen vereinfacht,
entstünde auch weitaus weniger Beratungsbedarf.“
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