| Samstag, 22. November 2008 |
Anlässlich der Beratung im Bundesrat zum Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung erklärt Marion Caspers-Merk, Paralmentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit: "Die Pflegereform ist ein großer Schritt nach vorn.
Wir brauchen in der Pflege mehr Gesicht, mehr Zeit und mehr Qualität. Wir sind uns einig, diese Reform ist überfällig. Sie bringt nicht nur Leistungsverbesserungen, sondern sie investiert auch in eine Pflege- und Beratungsstruktur, die Antwort gibt auf eine Gesellschaft des längeren Lebens."
Folgende fünf Punkte sind zentrale Inhalte der Reform: die Leistungsverbesserungen zur Stärkung der häuslichen Pflege, Verbesserungen für demenziell Erkrankte, Regelungen für mehr Qualität und Transparenz, die Einführung einer Pflegezeit, der Anbspruch auf Pflegeberatung und die Schaffung von Pflegestützpunkten.
Marion Caspers-Merk zu den Beratungen des Bundesrats: "Ich freue mich, dass der Bundesrat die grundsätzliche Ausrichtung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung teilt: Wir müssen den ambulanten Bereich stärken und das Beratungs und Hilfesystem ausbauen.
Darüber sind wir genauso einig wie über die
Notwendigkeit, eine umfassende Pflegeberatung und Pflegestützpunkte
einzuführen. Aus meiner Sicht erscheinen einige der Anregungen des
Bundesrats prüfenswert. Dies gilt insbesondere für die bessere
Einbindung der kommunalen Ebene. Hier sind wir gesprächsbereit.
Gutscheine, Wertmarken oder Beratungscoupons sind hingegen keine
Alternativen zu neutraler, niedrigschwelliger und kostenloser Beratung
und Begleitung."
Ein neues Beratungsangebot ist überfällig.
Caspers-Merk: "Pflegeberater und Pflegestützpunkte gehören zusammen,
sie bilden ein Konzept. Aus Sicht der Bundesregierung kann daher auf
eine verpflichtende Einführung der Pflegeberatung in Pflegestützpunkten
zum 1. Januar 2009 nicht verzichtet werden."
Weitere Informationen zur Reform der Pflegeversicherung finden Sie unter www.bmg.bund.de.