Sonntag, 12. Oktober 2008
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Anstieg der Preise für medizinische Hilfsmittel erwartet

03.12.2007 Quelle: SPECTARIS   

Foto: aboutpixel.deNach Einschätzung des Industrieverbandes SPECTARIS werden die Preise für medizinische Hilfsmittel im kommenden Jahr ansteigen. So seien die Rohstoffpreise, beispielsweise von Erdöl, Blei und Stahl, so stark gestiegen, dass insbesondere die Hersteller von Rollstühlen und anderer materialaufwendiger Produkte [...]

[...] die Verkaufspreise auf diese Entwicklung hin entsprechend anpassen müssten.

"Wie stark die Preise anziehen werden, können wir nicht genau sagen. Fakt ist aber: Die Preistalfahrt ist vorbei", so Jan Wolter, Leiter Medizinische Hilfsmittel bei SPECTARIS. Neben den Rohstoffpreisen werden wachsende Energie- und Frachtkosten zum Preisanstieg beitragen. Die Hersteller hätten ihre Einsparpotenziale bereits voll ausgeschöpft und im Preiskampf der letzten Jahre bereits Federn lassen müssen. Die gestiegenen Kosten müssten nun auf die Verkaufspreise umgelegt werden. "Wer jetzt noch sparen will, muss seine Forschungsabteilung dicht machen oder gleich seine Produktion nach China umsiedeln", so Wolter.

Der Gesamtumsatz der deutschen Hersteller orthopädischer Erzeugnisse und Behindertenfahrzeuge wuchs im Jahr 2006 um 1,3 Prozent auf 2,17 Milliarden Euro. Einen großen Anteil des Umsatzes erzielen die Unternehmen der Branche im Ausland. So wurden bei einer Exportquote von 45 Prozent 2006 Waren im Wert von knapp einer Milliarde Euro exportiert, das entspricht einem Wachstum von 6,8 Prozent. Damit reagierte die Branche auf sinkende Umsätze im Inland (-2,8 %), die auf den verstärkten Preiskampf zurückzuführen sind.

Die anteiligen Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen im Bereich der medizinischen Hilfsmittel sinken weiter. So machten diese 2006 nur noch 3,2 Prozent der Gesamtausgaben aus. Vorläufige Ergebnisse des ersten Vierteljahres 2007 zeigen einen weiteren Rückgang der Leistungen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2006 sank der Anteil der Hilfsmittelleistungen an den Gesamtausgaben der Krankenkassen im ersten Quartal 2007 um rund zwei Prozent.

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