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Mit 17,1 Arztbesuchen pro Patient und Jahr liegt
Deutschland weltweit an der Spitze. Dies geht aus dem aktuellen
GEK-Report ambulant-ärztliche Versorgung 2007 hervor, dem erneut eine
repräsentative Auswertung von Versichertendaten zugrunde liegt.
Der Schwerpunkt des diesjährigen Reports liegt bei der Psychotherapie.
Ein überraschendes Ergebnis des Reports ist die deutliche Zunahme der
verordneten Psychotherapien in den letzten Jahren. So ist innerhalb des
Zeitraums von 2000 bis 2006 die Zahl der mit ambulanter Psychotherapie
Behandelten um 61 Prozent gestiegen.
Die Auswertungen des GEK Reports ambulant-ärztliche Versorgung basieren
auf den Daten der 1,5 Millionen Versicherten der Gmünder ErsatzKasse.
„Die Daten der GEK weisen eine beeindruckende Informationsdichte
auf“, so Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Schwartz vom Institut für
Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung (ISEG), das
mit der Auswertung der Daten betraut wurde.
So kommen die Wissenschaftler des ISEG etwa zu dem Ergebnis, dass im
Jahr 2006 91 Prozent der Bevölkerung in ambulant-ärztlicher Behandlung
war, also suchten im selben Jahr nur 9 Prozent keinen Arzt auf.
Die Auswertung der Daten gibt auch Aufschluss über die Patientenbesuche
bei mehreren Ärzten: Im Verlauf des Jahres 2006 beanspruchte ein Anteil
von 48,5 Prozent der Bevölkerung Leistungen von vier oder mehr
unterschiedlichen Ärzten.
"Die GEK nutzt für ihre Auswertungen bereits seit Jahren das Potenzial
der umfangreichen Versichertendaten und leistet damit einen Beitrag zu
mehr Transparenz in den unterschiedlichsten Versorgungsbereichen", so
der Vorstandsvorsitzende der GEK Dieter Hebel. Das zeige sich auch am
Beispiel der ambulanten Psychotherapie, die den Schwerpunkt des
diesjährigen Reports ambulant-ärztliche Versorgung bildet: Die Daten
der GEK zeigen für die ambulanten Kurzzeitpsychotherapien keine deutlich
nachweisbaren positiven Wirkungen.
Angesichts dieser Erkenntnisse, so Prof. Schwartz, erforderten beide
Psychotherapieformen, Kurz- und Langzeit - dringend kritisch vertiefende
Untersuchungen zu ihrer Wirksamkeit in der alltäglichen Versorgung.
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