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Aktuelle Studie zur Gesundheitswirtschaft & eHealth in Deutschland: Gesundheitsreform zeigt Wirkung bei Leistungserbringern und Kostenträgern / eHealth bietet Potenziale für Vernetzung und Prozessoptimierung.
Die Kernpunkte der Gesundheitsreform wirken unterschiedlich bei den
Leistungserbringern und den Kostenträgern, der Nutzen von eHealth und Informationsund
Kommunikationstechnologien (ITK) im Gesundheitswesen wird besser erkannt und
insbesondere auf die freiwilligen Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte werden
große Hoffnungen im Hinblick auf Prozessoptimierungen und Einsparungen gesetzt.
Dies sind zentrale Ergebnisse des 3. „Monitoring eHealth & Gesundheitswirtschaft
Deutschland 2007/2008“, die im Vorfeld des 3. Gesundheits- und industriepolitischen
Kongresses in Berlin vorgestellt wurden. Für die Studie zu Stand und Perspektiven der technologiegestützten Modernisierung des
deutschen Gesundheitswesens wurden nahezu alle Krankenhäuser, alle gesetzlichen und
privaten Krankenkassen, niedergelassene Ärzte und Apotheken befragt.
Die Untersuchung
ging u. a. auf folgende Themenfelder ein:Wirkung der Gesundheitsreform, Potenziale
neuer Versorgungsformen, Telematikinfrastruktur und eGK, Möglichkeiten der Kooperation
und des Outsourcing im Gesundheitswesen sowie die wirtschaftliche Lage,
Optimierungspotenziale und konkrete Investitionsvorhaben der befragten Akteure im
Gesundheitswesen.
Zentrale Ergebnisse der Studie:
• Die Analyse der Akzeptanz und Wirkung von Kernbereichen der Gesundheitsreform
zeigt, dass Krankenhäuser die größte Wirkung bei der Stärkung der Eigenverantwortung
(Nennungen sehr hoch und hoch: 55%) und der Einführung von Wahltarifen (52%) sehen.
Die Krankenkassen in dem Rechtsanspruch auf Rehabilitation (58%) und der Einführung
von Wahltarifen (47%); die niedergelassenen Ärzte in der Pauschalvergütung per Leistung
(78%) und der Pflichtversicherung der Bürger (53%); die Apotheken in der Stärkung der
Eigenverantwortung (71%).
• Die Gesundheitsreform und der wirtschaftliche Aufschwung wirken auch im Hinblick auf
die wirtschaftliche Lage der Leistungserbringer und der Kostenträger. Vor allem die
Krankenkassen schätzen ihre Situation positiv ein: 61% bewerten sie als ausgezeichnet
und gut. Von den Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten bewertet sie ein Drittel
als mindestens gut; bei den Apotheken sind es 18%. Die bessere wirtschaftliche Situation
schlägt sich insbesondere bei den Krankenhäusern und Krankenkassen in insgesamt
stark steigenden Investitionsabsichten nieder (Saldo der Nennungen „steigend“ abzüglich
„fallend“: 41% bzw. 50% Prozent).
Die Bedeutung von eHealth wird von allen befragten Gruppen mehrheitlich als sehr
hoch und hoch eingeschätzt (Krankenhäuser: 81%, Krankenkassen: 72%, niedergelassene
Ärzte 52%, Apotheken 54%).
• Der größte Nutzen eines Einsatzes von ITK wird im direkten Vergleich „intern/extern“
noch bei internen Optimierungen in den Einrichtungen gesehen. Nach Außen wird der
Nutzwert vor allem beim Austausch mit anderen Leistungserbringern und Kostenträgern
gesehen – zwischen 58% (Apotheken) und 89% (Krankenkassen) bewerten den Nutzen
hier als sehr hoch und hoch.
• Telematikinfrastruktur und eGK: Am ehesten wird der Nutzen der eGKPflichtanwendungen
„Übermittlung der Versicherungsdaten“ sowie „Elektronischer
Rezept-Transport“ nach Meinung der vier befragten Gruppen als sehr hoch und hoch eingeschätzt.
Bei den freiwilligen Anwendungen wird der höchste Nutzen bei der
Speicherung von Notfalldaten und der Arzneimitteldokumentation gesehen. Die mit der
Telematikinfrastruktur und der eGK verknüpften Ziele wie Verbesserung der
Versorgungsqualität und Wirtschaftlichkeit, Erleichterung von Arbeitsabläufen und
Erhöhung der Transparenz werden am deutlichsten von Krankenkassen und -versicherungen
erkannt – gefolgt von den Krankenhäusern. Bei den niedergelassenen Ärzten
wird mehrheitlich noch keines der erhobenen Ziele mit der Telematikinfrastruktur und
der eGK verbunden. Generell wird die Tendenz aus den Vorjahresbefragungen bestätigt,
dass größere Effekte für Optimierungen in den freiwilligen Anwendungen gesehen werden.
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