| Samstag, 11. Oktober 2008 |
Weitere News
Wettbewerb muss sein, aber sinnvoller verwirklicht werden „Bei kurzen Vertragslaufzeiten werden bei der Versorgung chronisch Kranker alle Qualitätssicherungsbemühungen ad absurdum geführt", betont Thomas Bade.Teamarbeit und langfristige Versorgungen für chronisch Kranke werden zukünftig dadurch erschwert, dass Krankenkassen den Versorgungsauftrag an bisher am Prozess nicht beteiligte Leistungserbringer vergeben, die erst in vorhandene Teamstrukturen integriert werden müssen, obwohl ein Team aus Hilfsmittelerbringern und weiteren Akteuren seit Jahren die prozessorientierte Versorgung gewährleisten. Vom Wohnort des Betroffenen weit entfernte Sanitätshäuser und HomeCare Unternehmen, die in vorhandene Teamprozesse nicht integriert sind, müssen diese Strukturen erst aufbauen.
Die Ausgestaltung der bis Dezember 2007 vorliegenden Verträge ist ungenügend und zum Teil fehlerhaft. Die medizinisch wissenschaftlichen Fachgesellschaften fordern seit Jahren, dass die im Rehabilitationsbereich geltende Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit der WHO (ICF) auch bei der Hilfsmittel- und HomeCare Versorgung Verwendung finden muß.
Im Rahmen der ICF stellen Hilfsmittel Kontextfaktoren dar (Förderfaktoren, gelegentlich aber auch Barrieren) und werden zum Ausgleich fehlender oder eingeschränkter Körperfunktionen verwendet.