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Die
Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe nahm in den letzten 50 Jahren von
etwa zwei Millionen auf weniger als 400.000 ab. Während ein Landwirt
1950 zehn Menschen ernährte, sind es mittlerweile 140 Personen.
Hauptgrund dieser Veränderungen ist der enorme
Produktivitätsfortschritt in der Landwirtschaft.
Neben
der konventionellen Landwirtschaft hat der ökologische Landbau immer
mehr Fuß gefasst. Der Kerngedanke des Öko-Landbaus ist die
Kreislaufwirtschaft. Das heißt: Futter für die Nutztiere wächst auf
Feldern und Grünland, die später mit dem Mist der Tiere wieder gedüngt
werden. Es dürfen nur so viele Tiere gehalten werden, wie mit eigenem
Futter ernährt werden können. Die Biolandwirtschaft verzichtet zudem
auf künstliche Düngemittel und setzt keine chemisch-synthetischen
Pflanzenschutzmittel ein. Der Anteil ökologisch wirtschaftender
Landwirte stieg von einem Prozent im Jahre 1994 auf 2,4 Prozent 1999.
2004 ist der Anteil ökologisch wirtschaftender Betriebe bereits auf 4,1
Prozent gewachsen, 2006 betrug er 4,6 Prozent. Vor allem in den letzten
Jahren boomten Bio-Produkte.
Lebensmittelindustrie in Deutschland
Der
Landwirtschaft nachgelagert ist die Lebensmittel- beziehungsweise
Ernährungsindustrie. Ein wesentlicher Teil der Agrarprodukte wird für
die menschliche Ernährung verarbeitet. Rund 5.900 Unternehmen mit über
einer halben Million Beschäftigten sind in der Lebensmittelindustrie
tätig. Damit ist diese Branche neben dem Maschinenbau der größte
industrielle Arbeitgeber in Deutschland.
Der
Umsatz der Lebensmittelbranche betrug im Jahr 2006 rund 138,2
Milliarden Euro. Dieser Umsatz verteilt sich im wesentlichen
auf folgende Sparten:
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Fleisch
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22,1 Prozent
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Milch
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16,0 Prozent
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alkoholische Getränke
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9,0 Prozent
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Süßwaren und Dauerbackwaren
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8,5 Prozent
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Backwaren
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8,3 Prozent
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Obst und Gemüse
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5,9 Prozent
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Mineralwasser/Erfrischungsgetränke
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4,8 Prozent
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Öle und Fette
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3,9 Prozent
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Mühlen, Stärke
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3,3 Prozent
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Kaffee und Tee
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2,9 Prozent
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Würzen und Soßen
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3,0 Prozent
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Zucker
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2,2 Prozent
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Trotz
der Präsenz großer internationaler Branchenunternehmen ist die deutsche
Ernährungsbranche noch immer mittelständisch geprägt. Die
Unternehmenskonzentration ist bisher noch relativ gering. Die zehn
wichtigsten Firmen der Branche vereinen laut Statistischem
Bundesamt 11,8 Prozent des Umsatzes auf sich. Aber Kostendruck
zwingt Betriebe zu Fusionen, Akquisitionen und Unternehmensverkäufen.
Unter
den größten Lieferanten des Lebensmitteleinzelhandels sind auch einige
Kosmetik-, Reinigungsmittel- und Zigarettenhersteller. Zugleich ist ein
Trend zu größeren international agierenden und vernetzten
Unternehmenseinheiten zu beobachten.
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