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Prävention geht alle an. Sie ist mehr als Krankenversicherung und
-versorgung. Jeder kann durch kleine Änderungen im Alltag Krankheiten
vorbeugen und dazu beitragen, Gesundheit und Lebensqualität bis ins
hohe Alter zu erhalten.
Je früher, desto besser
Gesundheitliche
Vorbeugung muss bereits im Kindesalter beginnen. Wichtig sind vor allem
richtige Ernährung, viel Bewegung sowie die regelmäßige Teilnahme an
Vorsorgeuntersuchungen. Zu einem gesunden Lebensstil gehört
selbstverständlich auch, dass man nicht raucht und nur in Maßen Alkohol
trinkt. Man kann aber noch eine ganze Menge mehr tun, um gesund zu
leben. Dazu gehört, für ein gesundes Umfeld und ein gesunden
Arbeitsplatz zu sorgen.
Gesunde Ernährung
Gesundes
Essen kann wahrer Genuss sein. Zu viele Pfunde dagegen sind eine Last
für Körper und Seele. Sie erhöhen das Risiko für Bluthochdruck,
Verkalkung der Gefäße, Herzinfarkt und Schlaganfall. 65 Prozent der
Männer und 55 Prozent der Frauen gelten laut der Deutschen Gesellschaft
für Ernährung (DGE) als übergewichtig. Vielen Menschen ist nicht
bewusst, wie gesunde Lebensmittel zur Gesundheit beitragen. So stärkt
Vitamin A, der Farbstoff der Aubergine, das Herz. Kalzium und Vitamin
D, die beispielsweise in Milchprodukten enthalten sind, wirken
der Osteoporose, dem Knochenabbau, entgegen.
Vollwertig essen - und gesund bleiben
Wir
essen zu viel, zu süß und zu fett. Doch es gibt Abhilfe: Wer sich
gesund ernährt und genug bewegt, tut was für Linie, Fitness,
Wohlbefinden und Gesundheit. Viele Krankheiten wie Herzinfarkt und
Diabetes sind ernährungs(mit)bedingt. Um Gesundheitsrisiken durch
falsche Ernährung und mangelnde Bewegung vorzubeugen, führt das
Verbraucherministerium viele Aktionen zur Kinderernährung und
Ernährungserziehung durch. Grundlage sind die zehn Regeln der DGE.
Diese lassen sich im Alltag leicht umsetzen und zeigen, wie Essen
genussvoll und gesund sein kann.
Wichtig
ist vor allem, sich vielseitig zu ernähren. Getreide, Kartoffeln,
Gemüse und Obst, Milch und Milchprodukte sollten täglich auf den Teller
kommen. Fleisch, Wurst und Eier dagegen sollten in Maßen genossen
werden. Außerdem gilt es, dem Körper ausreichend Flüssigkeit
zuzuführen: Wasser und kalorienarme Getränke sind die besten
Durstlöscher.
Bewegung hält fit und beugt vor
Bewegung
ist ein wahres Wundermittel, wenn es um die Gesundheit geht. Herz,
Organe und Muskulatur kommen damit in Schwung. Und sie regt die
Ausschüttung von Endorphinen, den "Glückshormonen", an. Körperlich
aktive Menschen sehen nicht nur frischer aus, sondern sind auch im
Alltag belastbarer und fühlen sich besser. Bewegung lässt zudem den
Fettstoffwechsel verstärkt arbeiten und senkt so unter anderem die
Cholesterin-Werte. Obendrein kommt das Immunsystem auf Touren und
produziert vermehrt Abwehrzellen.
Jede
Aktivität ist wirksam und positiv. Wer allein schon jede Chance auf
Bewegung im Alltag nutzt, verbrennt zusätzliche Kalorien. Einfach die
Treppen steigen statt den Fahrstuhl benutzen, oder mit dem Rad fahren
statt mit dem Auto. Präventionsexpertinnen und -experten empfehlen dies
als Einstieg in einen aktiven Lebensstil. Wer dann noch jeden zweiten
Tag eine halbe Stunde zügig spazieren geht, sorgt aktiv vor – zum
Beispiel gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Vorsorge und Früherkennung werden belohnt
Wie
nützlich Gesundheitschecks sind, ist längst bekannt. Zum Beispiel, um
chronischen Erkrankungen vorzubeugen oder schwere Krankheiten früh zu
behandeln. Derzeit geht noch nicht einmal die Hälfte aller Frauen und
nur jeder fünfte Mann zu Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen.
Dabei gibt es hierfür eine Reihe von Vergünstigungen: Bei Vorsorge- und
Früherkennungschecks entfällt die Praxisgebühr. Außerdem belohnen die
Kassen die Teilnahme mit einem Bonus und für die Versicherten gibt es
eine niedrigere Belastungsgrenze bei Zuzahlungen.
Sich
impfen lassen gehört zum Beispiel auch dazu. Vor vielen Krankheiten
kann man sich gut schützen. Seit dem 1. April besteht bei Impfungen,
die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen sind, Anspruch
auf Kostenübernahme durch die Krankenkasse.
Mutter-/Vater-Kind-Kur
sind jetzt Pflichtleistungen. Das heißt: Wenn solche Maßnahmen
medizinisch notwendig sind, müssen sie von der Krankenkasse bezahlt
werden.
Gesundes Umfeld – gesunde Umwelt
Ob
am Arbeitsplatz oder in der Familie, ob in der Schule oder im
Seniorenheim: An allen Orten können gesundheitliche Risiken gesenkt und
gesundheitsbewusstes Verhalten gefördert werden. Lärm, verrauchte
Räume, schlechtes Licht, ungesunde Körperhaltung und Stress am
Arbeitsplatz müssen oft nicht sein. Hier kann man viel tun. Beispiel
Büro: Nacken- und Kopfschmerzen lassen durch die ergonomische
Aufstellung des Bildschirmgerätes sowie eine ausgeglichene Kombination
von sitzender und stehender Tätigkeit vermeiden.
Gesundheitsbelastungen
können auch von Chemikalien und anderen Stoffen ausgehen. Viele von
ihnen nutzen wir seit Jahr und Tag wie selbstverständlich. Sie wirken
in unserer unmittelbaren Umgebung auf uns, ohne dass wir ihre
gesundheitsschädlichen Auswirkungen unmittelbar spüren. Klar ist, dass
gesetzliche Maßnahmen bereits zu einer spürbaren Verbesserung von
Umwelt und Gesundheit beigetragen haben. Gefragt ist aber auch
umweltgerechtes Verhalten der Einzelnen. Beispielsweise der Kauf von
Produkten mit dem Gütesiegel "Blauer Engel". Das Zeichen hilft,
Produkte zu finden, die besonders emissions- und schadstoffarm sind.
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