| Montag, 08. September 2008 |
Gesundheitspolitik
Gute Ärzte, gutes Pflegepersonal - aber vielfach Personalmangel
Trotz dieser erfreulich positiven Urteile zeigt sich bei detaillierter Analyse der Krankenhauserfahrungen aus den letzten Jahren neben dem Lob auch Kritik. Vor allem der Eindruck, dass Ärzte und Pflegepersonal bei aller Mühe, die man als Patient erkennen konnte, überlastet und überfordert waren, wird offenbar zunehmend gespürt. "Die Ärzte haben zu wenig Zeit für den einzelnen Patienten", betonten Mitte der 90er Jahre erst 31 Prozent, in der aktuellen Umfrage von 2007 betonte das mehr als jeder zweite Patient (53 Prozent). 37 Prozent stellten fest, dass es zu wenig Pflegepersonal gibt (1995: 29 Prozent). Die Zahl derjenigen, die über zu wenig Ärzte oder Fachärzte klagen, hat sich von 12 Prozent auf 25 Prozent verdoppelt.
Nur eine Minderheit der Patienten äußert Kritik an der Ausstattung der Krankenzimmer und der Unterbringung. Aber immerhin rund jeder Vierte (26 Prozent) bemängelt, dass zu viele Patienten im Zimmer lagen. 20 Prozent empfanden die Waschgelegenheiten als unzureichend. Den Eindruck, dass man zu lange festgehalten wurde und eine frühere Entlassung möglich gewesen wäre, teilen vor dem Hintergrund der heute stetig sinkenden Verweildauer nur die wenigsten (12 Prozent).
MLP Gesundheitsreport 2007
Ausführliche Informationen unter: www.mlp-gesundheitsreport.de
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