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Bei
den Naturwissenschaften erreichten deutsche Schülerinnen und Schüler
516 Punkte. Sie konnten komplexe Multiple-Choice Aufgaben zu den
Bereichen Physik, Chemie, Biologie, Gesundheit, Umwelt oder Natürliche
Ressourcen beantworten.
Besonders in den beiden letzten Bereichen,
Umwelt und Nachhaltigkeit, schnitten deutsche Jugendlichen gut ab. Es
zeigt sich, dass Schulen in Deutschland stärker für die Thematik
sensibilisieren, als dies in anderen Ländern der Fall ist. Unter
den 30 OECD-Ländern belegt Deutschland damit den achten Rangplatz. Im
Jahr 2000 war es nur Platz 20, 2003 Platz 15. Diese unterschiedlichen
Rangplätze können allerdings wegen der andersartigen Aufgaben in diesem
Jahr nicht als Verbesserung interpretiert werden. Vielmehr zeigt sich
hier das besondere Augenmerk des Unterrichts und das Schülerinteresse
bei Umweltthemen.
OECD-Durchschnitt in Lesen und Mathematik
Im
Bereich Lese- und Rechenkompetenz hat es für eine Top-Ten Position
nicht gereicht. Hier liegt Deutschland im Durchschnittsbereich der
OECD-Staaten auf Rangplatz 14. Im Vergleich zu 2000 und 2003 haben die
deutschen Jugendlichen etwas bessere Leistungen beim Lesen gezeigt. Im
internationalen Vergleich ist ein gleichbleibendes oder leicht
verbessertes Ergebnis nicht selbstverständlich: Europäische Länder wie
Frankreich oder Belgien haben sich beim Mathematiktest deutlich
verschlechtert. Beim Lesen gingen die Leistungen in Spanien, Italien,
Frankreich und Griechenland signifikant zurück.
Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen
In
Deutschland gibt es weiterhin Unterschiede zwischen den Leistungen von
Mädchen und Jungen. In Mathematik schneiden Jungen signifikant besser
ab als Mädchen. Dafür sind Mädchen im Lesen deutlich besser, besser
noch als bei PISA 2003. In den Naturwissenschaften sind Mädchen und
Jungen gleichauf. Zuversicht
für die künftige Entwicklung ergibt sich aus der Grundschullesestudie
IGLU, die am 28. November 2007 veröffentlicht wurde. Hier gibt es kaum
eine Differenz mehr bei den Leseleistungen von Mädchen und Jungen.
Große Leistungsunterschiede
PISA
2006 hat auch gezeigt, dass in Deutschland weiterhin starke
Leistungsunterschiede bestehen: Auf der einen Seite gibt es eine große
Gruppe sehr leistungsfähiger 15-jähriger. Es gibt jedoch auf der
anderen Seite eine viel zu große Zahl von Schülerinnen und Schülern auf
den beiden untersten Leistungsstufen. Deutschland bleibt damit eines
der Länder, in dem die soziale und ökonomische Herkunft den
Leistungserfolg stark bestimmt. Zu stark im Vergleich mit anderen
OECD-Staaten. Insbesondere
die schwächeren Leistungen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund
sind besorgniserregend. Sie schneiden im Vergleich deutlich schlechter
ab als ihre einheimischenMitschülerinnen und Mitschüler. Das gilt
gleichermaßen für im Ausland geborene Jugendliche wie für Jugendliche
der so genannten zweiten Generation, die hier geboren wurden.
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