Richtlinie über die Sicherheit von Spielzeug vorgstellt
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28.01.2008
Quelle: BMWi
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Der von der EU-Kommission vorgestellte Entwurf einer vollständig
überarbeiteten "Richtlinie über die Sicherheit von Spielzeug" enthält
einen umfangreichen Maßnahmenkatalog, um Kinder noch besser vor
unsicherem Spielzeug zu schützen.
Hierbei werden die vorhandenen
Regelungen für Spielzeug, welches innerhalb der EU hergestellt oder in
die EU importiert wird, überarbeitet, um Unfälle mit Spielzeug und
Gesundheitsgefährdungen, die von Spielzeug ausgehen können, soweit wie
möglich auszuschließen. Im Entwurf werden völlig neue und strengere
Sicherheitsanforderungen an Spielzeug aufgestellt. Die Kommission
reagiert hiermit konstruktiv auf den intensiven Meinungsaustausch
zwischen dem Kommissions-Vizepräsident Günter Verheugen und dem
Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos.
Wesentliche Änderungen der Richtlinie sind:
- Verbot von chemischen Stoffen die krebserregend, erbgutschädigend oder Mutationen hervorrufen können.
- Verschärfung der Grenzwerte für bestimmte gesundheitsgefährdende chemische Stoffe, wie z. B. Blei und Quecksilber.
- Verpflichtungen der Hersteller ihre Spielzeuge mit adäquaten Warnhinweisen zu kennzeichnen, um Unfälle zu vermeiden.
- Verschärfung
der Reglungen zu verschluckbaren Kleinteilen von Spielzeugen und zu
Spielzeugen, die in Lebensmittel eingebettet sind.
- Verschärfung
der Regelungen zur Verantwortlichkeit des Importeurs, um auch bei
importierten Spielwaren erhöhte Sicherheitsanforderungen zu erlangen.
- Verbesserung der Sichtbarkeit der CE-Kennzeichnung auf den Spielzeugen.
- Verpflichtung
der Mitgliedstaaten die Marktüberwachung und deren Kontrollen zu
verstärken, mit besonderem Augenmerk auf die EU-Grenzen.
- Verpflichtung
der Mitgliedstaaten Strafen und Sanktionen vorzusehen, für Hersteller
und Importeure, welche die Sicherheitsanforderungen der Richtlinie
nicht einhalten.
Bundesminister Glos begrüßte den Entwurf
als Schritt in die richtige Richtung. Im Zuge der jetzt anstehenden
Verhandlungen im Rat und im Europäischen Parlament wird sich
Bundesminister Glos aber für weitere Verbesserrungen einsetzen,
insbesondere wird die Überprüfung von Spielzeug und von seinen
Herstellungsprozessen durch eine unabhängige Stelle weiterhin eine
deutsche Kernforderung bleiben. Diese wird auch von der deutschen
Spielzeugindustrie unterstützt, um die Sicherheit für Kinder und Eltern
gewährleisten zu können und die Unbedenklichkeit ihrer Produkte
zweifelsfrei zu belegen.
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