Anstieg der erzieherische Hilfe bei Konflikten im sozialen Umfeld
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07.02.2008
Quelle: Statistisches Bundesamt
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Im Jahr 2006 haben in Deutschland mehr als 651 000 junge Menschen im Alter bis zu 26 Jahren erzieherische Hilfe in Anspruch genommen. Das waren 11% oder 66 000 mehr als 2001 und 79% oder 288 000 mehr als 1991, dem Jahr, in dem das neue Kinder- und Jugendhilfegesetz in Kraft getreten ist.
Unter dem Stichwort "erzieherische Hilfe" erhalten junge Menschen und
Familien bei persönlichen Schwierigkeiten und Konflikten im sozialen
Umfeld verschiedene pädagogische Hilfen und Förderungen. Das Spektrum
der Unterstützung reicht von Erziehungsberatung über Erziehungsbeistände
und soziale Gruppenarbeit, sozialpädagogische Familienhilfe und
Tagesgruppenerziehung bis zur Vollzeitpflege in einer anderen Familie
und Heimerziehung. 28 von 1 000 jungen Menschen dieser Altersgruppe
nahmen im Jahr 2006 eines dieser Hilfeangebote wahr, mehr als doppelt so
viele wie 1991 (13 von 1 000).
Ziel der Kinder- und Jugendhilfe ist es, den jungen Menschen einen
Verbleib in der Familie zu ermöglichen. So wurden 2006 fast drei Viertel
der Hilfen innerhalb der Familie (ambulant) durchgeführt, 4%
teilstationär und 23% stationär. Der Anteil der ambulanten Hilfen stieg
gegenüber 1991 um 17 Prozentpunkte an, während der Anteil der
stationären Hilfen in derselben Größenordnung abnahm.
Insgesamt nahmen mehr Jungen als Mädchen erzieherische Hilfen in
Anspruch. Die Geschlechterverteilung variierte 2006 zwischen 50:50 bei
der Vollzeitpflege in einer anderen Familie und einem Anteil von 75%
männlicher junger Menschen bei der sozialen Gruppenarbeit.
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