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Gerade ist die Pubertät abgeschlossen, da beginnt auch schon der
Abbau: Erstmals konnten Wissenschaftler zeigen, dass Teile des
menschlichen Gehirns bereits ab dem 18. Lebensjahr altern. „Solche
Prozesse im menschlichen Gehirn wurden und werden schon länger mit den
unterschiedlichsten Methoden untersucht", berichtet Univ.-Prof. Dr.
med. Katrin Amunts aus der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie
am Universitätsklinikum Aachen.
„Unser neuer methodischer
Forschungsansatz ermöglichte es aber erstmals, das Altern bestimmter
Gehirnbereiche schon bei sehr jungen Menschen sichtbar zu machen."
Untersucht wurden, in Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich,
die Gehirne gesunder Männer zwischen 18 und 51 Jahren. Mit Hilfe der
Magnetresonanztomographie, kurz MRT, bildeten die Wissenschaftler die
Gewebestruktur der „Steuerzentrale" der Studienteilnehmer ab. Dabei
wurde das Gehirn Millimeter für Millimeter in Form von „Hirn-Scheiben"
auf dem Rechner gebracht. Eine eigens entwickelte Software ermöglichte
es, korrespondierende Regionen zwischen verschiedenen Gehirnen zu
erkennen und Unterschiede messbar zu machen.
„Die Bildanalysen zeigten, dass bereits bei jungen Erwachsenen in
bestimmten Bereichen des Gehirns ein Rückgang des Volumens eintritt",
berichtet Peter Pieperhoff, wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Forschungszentrum Jülich. So waren Bereiche im Kleinhirn, im Thalamus
und in der sensorischen und motorischen Hirnrinde verändert. „Diese
Bereiche gehören zu Schaltkreisen, die für die Steuerung von Bewegungen
des Menschen zuständig sind", erläutert der Diplom-Physiker. Auch das
so genannte präfrontale-limbische System, das komplexe Handlungsabläufe
koordiniert, hatte sich bereits bei den jüngsten Studienteilnehmern
verändert. „Dieses System ist beispielsweise beim Autofahren aktiv", so
Pieperhoff. „Autofahrer müssen kognitive Wahrnehmungen und Motorik
kombinieren, indem sie beispielsweise den Verkehr beobachten, die
Verkehrszeichen erfassen, gleichzeitig aber auch das Gaspedal und die
Bremse betätigen und das Fahrzeug lenken." Die Ergebnisse dieser Studie
wurden in diesem Jahr im renommierten Journal of Neuroscience (Ausgabe
28(4), 2008) publiziert.
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