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Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat am Dienstag in
Stuttgart auf der Didacta den Startschuss für die dreijährige
Deutschlandtour des neuen nanoTruck gegeben. Die rollende Ausstellung
des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) informiert über
die Chancen und Risiken der Nanotechnologie und zeigt Berufsaussichten
in diesem Forschungsgebiet auf.
Besucher können sich über zahlreiche
Fragen informieren - zum Beispiel darüber: Wie können Nano-Farbstoffe
fälschungssichere Scheckkarten ermöglichen? Warum dämmen ausgerechnet
Nano-Schaumstoffe besonders gut Wärme und störenden Lärm? Wie schafft
es eine milchfarbene Mischung aus Nanopartikeln und Eiweißen,
erfolgreich Krebs zu bekämpfen? Auf alle diese Fragen gibt der neue
nanoTruck schon ab diesem Monat Auskunft. Der Truck wird in den
kommenden drei Jahren quer durch Deutschland touren und unter anderem
vor Schulen, vor Universitäten oder auch auf Marktplätzen und auf
Großveranstaltungen über die Nanotechnologie informieren.
"Wir
möchten mit dem nanoTruck vor allem junge Menschen für die
Nanotechnologie begeistern", sagte Ministerin Schavan in Stuttgart.
"Die Ausstellung ist dabei so anschaulich, dass einem sofort klar wird,
wie viele interessante Anwendungen es für diese Technologie gibt."
Allerdings sei die Ausstellung nicht nur für junge Menschen
interessant: "Hier können Menschen jeden Alters viel lernen - und einen
Einblick in die Zukunft gewinnen."
Der neue
nanoTruck ist zweistöckig. Im Untergeschoss zeigen zahlreiche
Ausstellungstücke, wie nützlich Nanotechnologie im Alltag sein kann.
Viele interaktive Experimente laden zum Ausprobieren ein. So lässt sich
zum Beispiel das Freisetzen von Medikamenten im Augeninneren
simulieren. Ein weiteres Exponat zeigt, warum Solarzellen mit
nanobeschichtetem Glas effizienter arbeiten. Weitere Beispiele sind im
Obergeschoss des Lkw zu sehen, ergänzt um einem Veranstaltungsraum für
Vorträge und Workshops.
Viele Experten sagen der
Nanotechnologie eine große Zukunft voraus - sie gehen von einem
wachsenden Milliardenmarkt aus. Entscheidend für den Erfolg der
Technologie wird dabei auch sein, dass es genügend Fachkräfte gibt. Ein
möglichst frühzeitiger Kontakt mit der Nanotechnologie - auch außerhalb
der Schule - ist daher sehr wichtig. Hinzu kommt, dass vielen jungen
Menschen nicht klar ist, welche Qualifikationen am besten für einen Job
in diesem Bereich vorbereiten. Eltern, Jugendliche und Lehrkräfte
können sich im nanoTruck auch darüber ausführlich informieren. Zudem
können junge Leute in dem Schülerlabor des nanoTruck testen, ob sie
Interesse an naturwissenschaftlichem Arbeiten haben. Hier können sie
unter fachkundiger Anleitung wissenschaftliche Techniken ausprobieren.
Sie lernen dabei zum Beispiel, wie Nanopartikel hergestellt und
nachgewiesen werden. Oder sie können sich das nanoKino oder die
Laser-Show "Reise in den Nanokosmos" ansehen.
Anfragen für den nanoTruck ab sofort unter http://www.nanotruck.de/.
Der nanoTruck ist für Veranstalter und Besucher kostenfrei. Die neue
nanoTruck-Kampagne schließt an die bereits abgeschlossene Reise des
alten einstöckigen nanoTrucks an. Damals besuchten innerhalb von drei
Jahren rund 270.000 Menschen den Truck an ca. 340 verschiedenen Plätzen.
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