|
Auf den ersten Blick scheinen sich beide zu ähneln: Die Diät
und die Fastenkur. In unserer heutigen Zeit werden beide Begriffe verwendet,
meist um eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten zu beschreiben, die zu
einer Gewichtsabnahme führen soll.
Doch, stimmt das überhaupt?
Der Begriff Diät mit seinem griechischen Ursprung bedeutet
"Lebensweise". Schon Hippokrates bezeichnete mit Diät die spezielle
Auswahl von Nahrungsmitteln über einen längeren Zeitraum.
In der heutigen Zeit gibt es Diäten mit dem Ziel, Gewicht zu verlieren, die
sogenannten Reduktionsdiäten. Und es gibt Diäten, die ärztlich verordnet
werden, spezielle Krankenkost für zum Beispiel Menschen mit
Stoffwechselerkrankungen. Beiden gemeinsam ist, dass ein individueller Diätplan mit den
empfohlenen Nahrungsmitteln zusammengestellt wird, an den man sich strikt
halten sollte.
Im Gegensatz zu den unbedingt erforderlichen ärztlich verordneten Diäten für
Kranke mit ihrem durch eine geschulte Diätassistentin erstelltem Diätplan,
stehen Reduktionsdiäten mit ihren teilweise abenteuerlich anmutenden Diätplänen
in der Kritik. Es wird vermutet, das der ein oder andere Diätplan viel zu einseitig
ist und eine ausreichende Vitamin- und Mineralstoffversorgung nicht
gewährleisten kann. Auch werden die Reduktionsdiäten für den bekannten
Jojo-Effekt verantwortlich gemacht.
Das Fasten wiederum ist schon lange Teil der menschlichen Kultur. Beim Fasten
ging es oft um Enthaltsamkeit bis hin zur Askese. Fasten kann man mit unterschiedlichen Zielen. Bei vielen Religionen ist eine
Fastenzeit zu bestimmten Zeiten im Jahr festgelegt, mit ganz unterschiedlichen
Ursprüngen. Im Christentum etwa soll die vierzigtägige Fastenzeit vor Ostern an
die 40 Wüstentage Jesu oder die 40 Wanderjahre der Israeliten erinnern.
Heute fasten Menschen aus innerer Überzeugung durch Nahrungsentzug den
eigenen Körper zu reinigen und von giftigen Stoffwechselendprodukten zu
entlasten. Der Körper bekommt nur flüssige Nahrung von außen und schaltet sehr
schnell auf die Ernährung von innen um. Angelagerte Depots werden entleert und
die Selbstheilungskräfte des Organismus aktiviert. Regelmäßiges Fasten dient
nachgewiesenermaßen der Gesundheitsvorsorge, -pflege und der Heilung von
Krankheiten. Auch hier gilt wie bei einer Diät; man sollte sich vorab vom einem
Arzt durchchecken lassen.
Diesen Beitrag diskutieren... (0 Beiträge)
|