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„Die Statistik des Bundesministeriums für Gesundheit macht mehr als
deutlich, dass die Hauptlast der Konsolidierung der GKV-Finanzen von
den Krankenhäusern getragen wird. Mit nur 0,56 Prozent liegen die
Ausgaben der Krankenkassen für die Kliniken meilenweit unter dem
durchschnittlichen Ausgabenzuwachs von 3,7 Prozent und weit unter der
Inflationsrate.
Die Einnahmen der Krankenhäuser haben nicht ansatzweise
ausgereicht, um die massiven Kostensteigerungen des Jahres 2007
auszugleichen. Alleine die Erhöhung der Mehrwertsteuer hat fast den
gesamten Erlöszuwachs aufgezehrt. Völlig ungedeckt geblieben sind die
Personalkostensteigerungen und die deutlich über der allgemeinen
Inflationsrate liegenden Sachkostensteigerungen. Während die
Krankenkassen allein für 2007 einen Überschuss von rund 1,8 Mrd. Euro
aufweisen und jetzt bereits wieder über Finanzreserven von insgesamt
rund 3,2 Mrd. Euro verfügen, lastet auf den Krankenhäusern eine
Deckungslücke von über 1 Mrd. Euro.
Für 2008 ist die Lage noch hoffnungsloser. Der
gesetzlich vorgegebenen Preiszuwachsrate von 0,64 Prozent, die nochmals
um den 0,5-prozentigen Rechnungsabzug zur Sanierung der Krankenkassen
gekürzt wird, stehen hohe Tarifsteigerungen und die fortdauernde
Inflationsentwicklung gegenüber. Das Rheinisch-Westfälische Institut
für Wirtschaftsforschung hat für das laufende Jahr - je nach
Tarifabschluss - ein weiteres Defizit von 1,3 bis 2,2 Mrd. Euro
prognostiziert.
Die DKG und die durch sie vertretenen 2.100
Krankenhäuser mit über 1 Million Beschäftigten fordern von den
politisch Verantwortlichen in der Regierungskoalition, die dramatische
Entwicklung in den Kliniken nicht länger zu beschwichtigen. Wir
appellieren an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, die vielen
authentischen Berichte von Krankenhausleitungen und
Mitarbeitervertretungen aus den Wahlkreisen über die finanziellen
Probleme und Belastungen in den Krankenhäusern ernst zu nehmen. Es kann
nicht hingenommen werden, dass mit dem Verweis auf die Kliniken, die
noch schwarze Zahlen schreiben, die Finanzierungsprobleme der
Krankenhäuser als selbstverschuldet dargestellt werden.
Ursächlich für die Probleme der Krankenhäuser sind stark belastende gesetzliche Vorgaben:
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Die Kliniken haben durch die Spargesetze der Koalition im laufenden Jahr ca. 2 Mrd. Euro weniger Mittel zur Verfügung.
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Alleine der Sanierungsbeitrag entzieht jedem Krankenhaus durchschnittlich mehr als 160.000 Euro pro Jahr.
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Die Begrenzung der zulässigen Preisanpassungen auf den Zuwachs der
vergangenheitsbezogenen Grundlohnrate (2007 plus 0,28 Prozent / 2008
plus 0,64 Prozent) koppelt die Krankenhäuser von der tatsächlichen
volkswirtschaftlichen Entwicklung ab.
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Die Krankenhäuser müssen bis zu 1 Prozent pauschale Kürzungen
hinnehmen, wenn Krankenkassen mit einzelnen Leistungserbringer
Integrationsverträge vereinbaren.
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Der Staat verursacht massive Kostensteigerungen insbesondere
Mehrwertsteuer-Erhöhung, Mehrkosten durch das Arbeitszeitgesetz, Kosten
durch die Umstellung auf die elektronische Gesundheitskarte sowie
stetig steigende Auflagen und Qualitätsanforderungen.
Die Jahresbilanz der GKV für 2007 macht mehr als deutlich, dass die Krankenkassen saniert sind.
Es
gibt absolut keine Rechtfertigung mehr, die Krankenhausrechnungen
weiterhin um 0,5 Prozent zur Sanierung der Krankenkassen zu kürzen. Die
Krankenhäuser appellieren an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages
bei der Verabschiedung der Pflegeversicherung in der nächsten Woche als
Sofortmassnahme den Sanierungsbeitrag zu stoppen und die gesetzlichen
Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Krankenhäuser die zu
erwartenden Tarifsteigerungen über die Vergütungen refinanzieren
können. Nur wenn die Krankenhäuser an der wirtschaftlichen Entwicklung
teilhaben, können auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter daran
beteiligt werden."
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