Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung 2007 – Überschuss von rund 1,8 Mrd. Euro
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04.03.2008
Quelle: BMG
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Seite 2 von 4 Höchste Überschüsse bei AOKen
Sämtliche Kassenarten bis auf die Knappschaft-Bahn-See und die landwirtschaftlichen Krankenkassen, die noch über erhebliche Finanzreserven verfügen, konnten das vergangene Jahr mit einem positiven Finanzergebnis abschließen.
Die Überschüsse des vergangenen Jahres konzentrierten sich vor allem auf die großen Versorgerkassen. Das Plus der Allgemeinen Ortskrankenkassen ist mit 943 Mio. Euro dabei besonders hervorzuheben. Dieser Überschuss ist auch der zum Teil deutlichen Beitragssatzanhebung vieler AOKen zum 1. Januar 2007 geschuldet, die - wie alle anderen Kassen auch - zum einen den abgesenkten Bundeszuschuss und die Mehrbelastung durch die höhere Mehrwertsteuer kompensieren mussten. Zum anderen steht diese Kassenart vor der größten Herausforderung, die Entschuldung bei sämtlichen ihrer Mitgliedskassen bis Ende 2008 vollständig abzuschließen.
Das positive Finanzergebnis 2007, verbesserte Perspektiven auf der Einnahmenseite durch positive Beschäftigungs- und Lohnentwicklung sowie eine konsequente Ausschöpfung vorhandener Einsparpotenziale sorgen dafür, dass die gesetzliche Krankenversicherung mit einer stabilen finanziellen Grundlage am 1. Januar 2009 in den Gesundheitsfonds starten kann.
Ausgaben und Einnahmenentwicklung
Die Beitragseinnahmen der Krankenkassen sind in 2007 bei einem Anstieg des Beitragssatzniveaus um 0,6 Beitragsssatzpunkte um 4,9 v.H. je Mitglied gestiegen; bei den beitragspflichtigen Einnahmen (Grundlöhnen der Krankenkassen) gab es ein Plus von 0,7 v.H. Dem stand ein Zuwachs bei den Leistungsausgaben von 3,7 v.H. je Mitglied gegenüber.
Grundlohnzuwächse auch durch Mitgliederanstieg
Die Zuwächse der beitragspflichtigen Einnahmen, die die Einnahmebasis der GKV aus Löhnen und Gehältern sowie aus Renten bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze widerspiegeln, waren 2007 mit 0,73 v.H. je Mitglied noch moderat. Durch die steigende Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten ist es jedoch in 2007 wieder zu einem deutlichen Zuwachs der beitragszahlenden Mitglieder gekommen. Dies hat dazu geführt, dass der absolute Zuwachs der beitragspflichtigen Einnahmen in der GKV, mit 1,3 v.H. deutlich höher lag. So waren nach der Mitgliederstatistik für den Monat Januar 2008 rd. 581 Tsd. mehr beitragszahlende Personen (als erwerbstätige Pflicht- oder freiwillige Mitglieder mit einem 6-wöchigen Entgeltfortzahlungsanspruch) in der GKV registriert als im Januar 2007. Noch bis Mitte 2006 fiel der Vergleich der Beitragszahler zum entsprechenden Vorjahresmonat negativ aus.
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