Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung 2007 – Überschuss von rund 1,8 Mrd. Euro
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04.03.2008
Quelle: BMG
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Aufwertung von Prävention und Rehabilitation
Die Ausgabenentwicklung der Krankenkassen dokumentiert auch die gesundheitspolitische Aufwertung von Präventions- und Rehabilitationsleistungen. Hohe zweistellige Ausgabenzuwächse von fast 55 v.H. bei den Ausgaben für Präventionsleistungen und Schutzimpfungen sind gesundheitspolitisch geboten.
Für Schutzimpfungen haben die gesetzlichen Krankenkassen in 2007 rd. 660 Mio. Euro (plus 70 v.H.) mehr ausgegeben als 2006. Diesen Mehrausgaben stehen erhebliche Verbesserungen im Impfschutz der Bevölkerung gegenüber. Seit Mitte 2007 ist es nicht mehr den einzelnen Krankenkassen überlassen, welche Impfleistungen sie ihren Mitgliedern zur Verfügung stellen. Vielmehr stehen medizinisch gebotene Impfungen jetzt allen Versicherten zur Verfügung. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass die Verbesserungen beim Impfschutz in enger Kooperation mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst umgesetzt werden und es nicht zu Ausgabenverlagerungen zum Nachteil der gesetzlichen Krankenversicherung kommt. Außerdem müssen auch bei den Impfstoffen verstärkt preiswerte Verordnungsalternativen zur Anwendung kommen.
Positiv zu bewerten ist auch die Entwicklung bei den Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen, die nach Jahren mit rückläufiger Entwicklung in 2007 mit einem Plus von 3,5 v.H. erstmals wieder Zuwächse aufweisen, bei den Mütter/Väter/Kind-Kuren gab es sogar einen Anstieg von 14,8 v.H.; eine Entwicklung, die auch auf die Umwandlung dieser Leistungen von Ermessens- zu Regelleistungen der Kassen zurückzuführen ist.
Erstmalig gab es bei den Krankengeldausgaben, die in den letzten Jahren bei ungünstiger konjunktureller Entwicklung und einem sehr niedrigen Krankenstand stark rückläufig waren, mit 5,1 v.H. wieder Zuwächse.
Die Verwaltungskosten der Krankenkassen sind ähnlich wie in den Vorjahren mit 0,4 v.H. nur geringfügig gestiegen, bei den AOK`en und Ersatzkassen waren sie sogar annähernd konstant oder rückläufig. Deutliche überproportionale Zuwächse bei den Betriebskrankenkassen und der Knappschaft-Bahn-See von 7 bis 8 v.H. müssen hingegen kritisch betrachtet werden.
Veränderungsraten 1. bis 4. Quartal 2007 zu 1. bis 4. Quartal 2006 je Mitglied (M) und je Versicherten (V) in v.H.
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