Jahr 2030: Alterung führt zu mehr Pflegebedürftigen und Krankenhauspatienten
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20.03.2008
Quelle: Statistischen Bundesamt
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Wie Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes zeigen, kann der absehbare demografische Wandel in
Deutschland zu etwa 58% mehr Pflegebedürftigen und 12% mehr
Krankenhausbehandlungen im Jahr 2030 im Vergleich zu heute führen. Die
Zahl der Pflegebedürftigen dürfte von 2,1 Millionen auf 3,4 Millionen
und die in Krankenhäusern behandelten Fälle von 17 auf 19 Millionen
steigen.
Ursache für diese Zunahmen ist die steigende Zahl an Älteren bei
insgesamt sinkender Gesamtbevölkerung. Nach den Ergebnissen der
aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung wird die Zahl der 60-Jährigen und
Älteren bis 2030 um rund 38% von 20,5 Millionen auf voraussichtlich
28,4 Millionen Einwohner und die der über 80-Jährigen vermutlich sogar
um 73% von 3,6 Millionen auf 6,3 Millionen ansteigen.
Die veränderte Bevölkerungsstruktur dürfte zukünftig zu einem deutlich
höheren Anteil älterer Pflegebedürftiger führen: Während heute 53% der
Pflegebedürftigen 80 Jahre und älter sind, könnten es im Jahr 2030 rund
65% sein. Die Zahl der Pflegebedürftigen in diesem Alter nimmt dabei von
1,1 Millionen auf etwa 2,2 Millionen im Jahr 2030 zu. In der hier
zugrundeliegenden Basisvariante der Modellrechnung ist unterstellt, dass
die altersspezifischen Pflegequoten im Jahr 2030 identisch mit denen von
heute sind. Geht man hingegen davon aus, dass sich das Pflegerisiko
entsprechend der steigenden Lebenserwartung in ein höheres Alter
verschiebt, läge die Zahl der ab 80-jährigen Pflegebedürftigen bei 2,0
Millionen. Die Gesamtzahl der Pflegebedürftigen würde in diesem Modell
etwas weniger stark auf 3,0 Millionen im Jahr 2030 ansteigen
(Basisvariante: 3,4 Millionen).
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