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In seiner
vierten Ausgabe untersucht der Krankenhaus Rating Report erstmals den
Zusammenhang zwischen Qualität medizinischer Dienstleistungen und
Wirtschaftlichkeit des Krankenhausbetriebs. Das Ergebnis:
Wirtschaftlichkeit wird nicht auf Kosten der Qualität erreicht. Es
scheint sogar eine Verbindung zwischen Unwirtschaftlichkeit und
Qualitätsproblemen zu geben.
Die gemeinsame Studie des RWI Essen, der
Institute for Healthcare Business GmbH und der ADMED GmbH ermittelt
ferner die Folgen der erwarteten Finanzierungslücke von über einer
Milliarde Euro. Nach einer Erholungsphase bis 2006 spitzt sich die
Finanzlage vieler Kliniken seit 2007 wieder zu. Schließungen und
Privatisierungen sind langfristig wahrscheinlich, ebenso eine
verstärkte Zentrenbildung. Der effiziente Umgang mit knappen Ressourcen
bleibt für die Kliniken eine große Herausforderung.
Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser
Steigende
Tariflöhne, höhere Sachkosten insbesondere bei Lebensmitteln und
Energie sowie ein größerer Personal- und Sachmittelbedarf aufgrund
steigender Behandlungsfälle sind die drei wichtigsten Ursachen der
Kostensteigerungen. Weil die Budgets von der Politik gedeckelt werden,
öffnet sich schon in diesem Jahr eine Finanzierungslücke von 1,3 bis
2,2 Milliarden Euro. Das entspricht 2 bis 3% des bisherigen Budgets der
Krankenhäuser. Bis zum Jahr 2006 war für viele Krankenhäuser eine
wirtschaftliche Erholung möglich, konnten Gewinne erwirtschaftet und
zum Teil sogar aus eigener Kraft Investitionen getätigt werden. Die
Ergebnisse des Krankenhaus Rating Reports 2008 lassen aber eine
spürbare Verschlechterung in der nahen Zukunft erwarten.
Die Ergebnisse des Ratings: 18% der Häuser im roten Bereich
Das Rating
basiert auf einer Stichprobe von 471 Jahresabschlüssen für die Jahre
2005/2006, die insgesamt 701 Krankenhäuser umfassen. Nach Risiko für
eine Insolvenz werden die Häuser in drei Kategorien (grün, gelb und
rot) eingeteilt. 18% der Krankenhäuser liegen im roten Bereich, 16% im
gelben, immerhin 66% im grünen Bereich. Für 2008 prognostiziert die
Studie jedoch einen Anteil von 34% der Krankenhäuser im roten Bereich
und eine Zunahme des Anteils der Häuser mit Verlusten von 23 auf 52%.
Ohne Gegenmaßnahmen dürfte sich daher die Situation künftig erheblich
verschlechtern. Der Anteil der Häuser im roten Bereich könnte dann bis
2020 auf 49% steigen.
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