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Zu den Medienberichten über eine Studie des Instituts für
Gesundheitsökonomie und klinische Epidemiologie an der Universität Köln,
wonach gesetzlich Versicherte länger auf Arzttermine warten müssen als
Privatpatienten, erklärt der Direktor des Verbandes der privaten
Krankenversicherung e.V. Volker Leienbach: „Die Politik hat die Versorgungsbedingungen für gesetzlich versicherte
Patienten in den letzten Jahren schleichend, aber systematisch
verschlechtert:
Durch eine fortwährende Budgetierung in der gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) ist es zu einem systematischen Verfall der
Kassenarzthonorare gekommen. Viele Einsparungen in der GKV waren
zudem nur möglich, indem die Politik Ärzte und andere Leistungserbringer
auf die besseren Abrechnungsbedingungen gegenüber Privatversicherten
verwiesen hat.
Dass die Folgen der Rationierungspolitik für die GKV-Versicherten – zum
Beispiel durch Unterschiede im Service – inzwischen wahrnehmbar
werden, ist deshalb überhaupt nicht verwunderlich: Sie sind in der politisch
gewollten Budgetierung begründet.
Das ungeachtet von Serviceunterschieden nach wie vor hohe
Versorgungsniveau für alle Menschen in Deutschland ist nicht zuletzt auch
ein Verdienst der Privatversicherten. Sie zahlen für viele medizinische
Leistungen höhere Honorare. Dafür erhalten sie nicht nur eine sehr gute
medizinische Versorgung – sie stärken damit auch das gesamte
Gesundheitssystem. Dies ermöglicht es Ärzten und Krankenhäusern in
moderne Geräte und fortschrittliche Behandlungsmethoden zu investieren.
Mit einem einheitlichen Honorarsystem für GKV und PKV, wie es Professor
Karl Lauterbach fordert, würde die Versorgung der gesamten Bevölkerung
vereinheitlicht – und zwar nach unten. Zudem: Die von vielen Ärzten
eingerichteten Zusatzsprechstunden für Privatversicherte, wie z.B. an
Samstagen, würden wegfallen. Die Wartezeit würde dadurch noch länger
werden – für alle.“
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