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Die Therapie von Autoimmunerkrankungen, insbesondere von rheumatoider
Arthritis, mittels moderner Medikamente wird nach Schätzungen
von IMS Health die deutschen Krankenversicherungen im Jahr
2008 ca. 940 Mio. Euro (zu Apothekenverkaufspreisen) kosten.
Je mehr die von Experten geforderte Früherkennung
rheumatischer Erkrankungen erfolgt und betroffene Patienten
schneller behandelt werden, umso höher stehen die Chancen, die
Erkrankung einzudämmen.
Auf lange Sicht lassen sich so trotz
hoher aktueller Behandlungskosten Ausgaben der
Sozialversicherungsträger sparen, wenn die Arbeitsfähigkeit der
Patienten erhalten bleibt und nicht, wie in der Vergangenheit, die
Frühverrentung zum Schicksal wird.
IMS hilft mit Marktinformationen, wichtige Fragen zur Umsetzung der
Therapiestandards für Autoimmunerkrankungen zu beantworten.
Mit der Studie IMS Xponent® wird es erstmals möglich,
Behandlungsmuster in Klinik und Praxis vergleichend zu
untersuchen.
Zentrale Fragen: wer behandelt Rheuma wie?
Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie plädiert bei der
Behandlung der rheumatoiden Arthritis für den frühzeitigen Einsatz
neuer Medikamente, sog. TNF-Blocker. Diese blocken den
Tumornekrosefaktor, einen Botenstoff des Immunsystems.
IMS gibt aus der Sicht des Marktes Antwort auf die Frage, inwieweit die
aktuellen Empfehlungen umgesetzt werden. Dazu gehört auch die
Frage, welchen Anteil Krankenhäuser an der Behandlung haben,
welche Facharztgruppen die Behandlung durchführen und welche
Arzneimittel bevorzugt bei den verschiedenen Indikationen eingesetzt
werden.
Einsatz moderner Therapeutika steigt zweistellig
Die modernen Therapeutika zur Behandlung von
Autoimmunerkrankungen sind gentechnologisch basierte
"High-TechMedikamente",
auch „Biologics“ genannt. Sie haben sich inzwischen
nicht nur im Einsatz gegen rheumatische Erkrankungen, sondern
auch gegen chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus
Crohn und Psoriasis bewährt. Analysen von IMS zeigen, dass der Umsatz
verordneter TNFMedikamente im vierten Quartal 2007 gegenüber dem
gleichen
Quartal des Vorjahres um 28% gestiegen ist.
Versorgungslage in Deutschland unbefriedigend
Rund 70% des Umsatzes von TNF-Arzneimitteln in der
Rheumatherapie geht auf Verordnungen niedergelassener Ärzte
zurück, knapp 30% entfällt auf ambulante Behandlungen in der
Klinik.
Ursache für diesen recht hohen Anteil ist die Tatsache, dass
einige Regionen in Deutschland in Sachen Rheumatologie chronisch
unterversorgt sind und einige Klinikambulanzen die Versorgung
aufrecht erhalten. So werden z.B. im Saarland ungefähr zwei Drittel
der Fälle in nur zwei Kliniken behandelt, was mit entsprechend langen
Wartezeiten einher geht.
Eine Verbesserung der Lage wird von Verträgen der Integrierten
Versorgung zur rheumatoiden Arthritis ausgehen, die einige
Krankenkassen, darunter AOK und DAK, mit Rheumazentren und
Spezialisten in Niedersachsen und Westfalen, im Rheinland, in
Oberbayern und in Ostbayern abgeschlossen haben.
Spezialisierte Fachärzte als Hauptverordner
Bei den niedergelassenen Ärzten stammt mehr als die Hälfte der
Verschreibungen von Internisten mit der Schwerpunktkompetenz
Rheumatologie. Diese Gruppe von ca. 300 Ärzten steht dabei für ein
jährliches Verordnungsvolumen von 360 Mio. Euro
(Apothekenverkaufspreise).
In der Rangfolge der am meisten eingesetzten TNF-Medikamente gibt
es zwischen den niedergelassenen Ärzten insgesamt und der
ambulanten Behandlung im Krankenhaus keine großen Unterschiede.
Die Aufschlüsselung nach einzelnen Fachrichtungen zeigt jedoch, dass
die Spezialisten in Sachen Rheumatologie etwas andere Akzente
setzen als ihre Kollegen.
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